Dienstag, 12. März 2019

[Rezension] Cassandra Clare - City of Ashes



Kurzinfos:

Titel: City of Ashes (Chroniken der Unterwelt #2)
Autorin: Cassandra Clare
erschienen im: Goldmann Verlag
Seiten: 496 Seiten
brochierte Ausgabe
Preis (Stand 03/19): 10,00€ zum Beispiel bei thalia



Klappentext: 

Clary glaubte, sie wäre ein ganz normale junge Frau – bis sie unter dramatischen Umständen erfuhr, dass sie eine Schättenjägerin ist, Teil einer Bruderschaft, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Vampire, Werwölfe, Hexenmeister: Clary würde ihrem neuen Leben allzu gern den Rücken kehren. Doch die Unterwelt ist nicht bereit, sie gehen zu lassen. Dafür sorgt auch das starke Band zu ihren neuen Freunden, ihrer neugefundenen Familie. Und als Jace, der ihr mehr als einmal das Leben gerettet hat, in tödliche Gefahr gerät, stellt sich Clary schließlich ihrem Schicksal – und einem erbitterten Kampf gegen die Kreaturen der Nacht ... 



Meine Meinung:

Ich weiß nicht, was das ist mit der Schattenjägerchronik. Ich hab sie mal angefangen zu lesen, bin so bis Band 4 gekommen glaube ich und habs dann wieder aufgegeben. Damals waren noch nicht alle Bände erschienen (jawohl ich bin alt xD) und ich hatte die Reihe einfach irgendwann nicht mehr auf dem Schirm. Jetzt - mit der Neuauflage im Goldmann Verlag, mit diesesn wunderschönen Covern, hatte ich aber doch auch nochmal Lust drauf. 

Clary freundet sich langsam mit der Tatsache an eine Schattenjägerin zu sein, mit der Tatsache, dass Jace auf einmal ihr Bruder ist schon weniger. Das Thema der Zerissenheit, die Clary und auch Jace das ganze Buch hindurch mit sich tragen ist so anrührend und herzzerreißend mitzuerleben. So unbefriedigend, man will hin und wieder alle Seiten aus dem Buch reißen und es in die Tonne werfen. Auf eine gute Art und Weise. 
Überhaupt auch, die schwierige Vater-Sohn Beziehung die genauso im Vordergrund steht zeigt eine ähnliche Zerrissenheit. Auf der einen Seite war Valentin der schlimmste Vater der Welt und Jace hat wirklich allen Grund ihn zu hassen. Andererseits ist es immer noch sein Vater. Das wäre für jeden von uns schwer und auh dieses Zerissenheit, hat das Buch wahnsinnig gut transportiert. Jace ist wirklich nicht zu beneiden. Er hats echt nicht leicht und er stand in dem Buch noch mehr im Fokus als Clary, was ich schön fand. Er ist mit Abstand sicher einer der interessantesten Figuren in diesem Buch. Sorry Simon.

Der Plot war gut zu lesen und ich war sofort wieder 16-17 Jahre alt, so alt wie ich war, als ich die Geschichte zuerst gelesen habe. Das Finale war spannend, insgesamt war die Story etwas erwachsener, etwas düsterer als noch in Band 1, aber ich schätze mal, das muss so sein bei einer anständigen Coming of Age Geschichte.
Wenn ich hier etwas bemängeln müsste, wäre es das Unvermögen der Figuren mal Klartext miteinander zu reden, obwohl wenn ich überlege, wie oft ich das nicht schaffe, darf ich das wohl kaum negativ ankreiden. Trotzdem kam es mir manchmal auch so vor, als ob auch fast 500 Seiten nicht sonderlich viel passiert. 

Sprachlich ist das Buch sehr gut gelungen - Die Seiten fliegen nur so dahin und der Text ließ sich sehr flüssig lesen.

Das Buch endet mit einem kleinen Cliffhanger und natürlich bin ich gespannt, wie es weitergeht mit Clary und Jace, Jocelyn und Luke, Isabell, Alec, Magnus und natürlich mich Valentin!


4 von 5 Sterne

Sonntag, 10. März 2019

[Rezension] Nina Blazon - Laqua


Kurzinfos:

Titel: Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel
Autorin: Nina Blazon
erschienen im: cbt Verlag
Seiten: 384 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 03/19): 9,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Zwei Geschwister und ein jahrhundertealtes Rätsel in Venedig

Ein gruseliger, alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter – Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinaufgleiten, macht es nicht besser. Als dann auch noch ihre Tante verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein großes Abenteuer ...



Meine Meinung:

Schöön! Ich mag ja die Bücher von Nina Blazon, die sind immer voller Magie. Laqua ist ein Buch für Kinder ab 10, aber ich mit meinen 27 Jahren hatte auch wahnsinnig viel Freude damit.

Kristina und Jan sind mit ihrer Tante Sara bei ihrer Urgroßmutter in Venedig zu Gast und schon bald passieren allerlei merkwürdige Dinge. Ihr Nonna ist durchweg grantig und verschlossen, Das Hotel, das die Nonna betreibt ist leer und unheimlich und auf einmal sehen Kristina und Jan Kinder, die andere nicht sehen können. Die Geschwister kommen auf die Spur ihrer Ahnin Violetta, dem schwarzen Dogen und eines gruseligen Familienfluches...

Ich mochte die Geschichte, ich mochte die Charaktere, ich mochte das Setting. Bäm, Nina Blazon hat mit ihrer Geschichte genau ins Bullseye getroffen bei mir. Die Autorin versteht es meisterhaft und mit wenigen Worten die richtige Stimmung heraufzubeschwören und so Venedig für den Leser real werden zu lassen. Die Beschreibungen waren wunderschön, poetisch fast schon und sehr atmosphärisch. Das hat Spaß gemacht zu lesen und war auch absolut glaubwürdig, schließlich ist Venedig von jeher schon eine mythische und verzauberte Stadt. 
Die Geschichte war neu für mich und der leicht gruseliger Touch der Story und die kleinen Schauer hin und wieder, die einem beim lesen über den Rücken laufen machen die Lektüre richtig perfekt.

Die Charaktere hatten allesamt Tiefe, sogar die Nonna, die zuerst wirklich als harte, harsche alte Frau rüberkommt hat einen weichen Kern, der sich mit der Zeit offenbart. Ich hab vor allem Jan geliebt. "che dolce angelo" ♥

Alles in allem ein fast perfektes Buch, das Ende kam mit ein bisschen zu aprubt und in der Mitte hat es sich hin und wieder mal gezogen, aber ich bin hier trotzdem immer noch bei 5 Sternen. Chapeau Frau Blazon :D


5 von 5 Sterne

[Rezension] Anne Kidd Taylor - Shark Club




Kurzinfos:

Titel: Shark Club - Eine Liebe so ewig wie das Meer
Autorin: Ann Kidd Taylor
erschienen im: Penguin Verlag
Seiten: 416 Seiten
Brochierte Ausgabe
Preis (Stand 03/19): 13,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

So ewig wie das Meer. So unvergesslich wie der erste Kuss. Manchmal ist Liebe für immer. 

An einem Sommermorgen erlebt die zwölfjährige Maeve an einem Strand in Florida zwei Dinge, die ihr Leben für immer verändern: Sie küsst Daniel, ihre erste große Liebe. Und sie wird von einem Hai gebissen. 

Achtzehn Jahre später reist Maeve als Meeresbiologin um die Welt und erforscht das Verhalten von Haien. Doch an ihrem dreißigsten Geburtstag kehrt sie zurück in das Hotel ihrer Großmutter, in dem sie aufwuchs. Und an den Strand, den sie noch immer mit Daniel verbindet. Als sie dort einem kleinen Mädchen begegnet, wird ihr klar, dass sie nicht ewig fliehen kann. Vor ihrer Vergangenheit, vor der Liebe – und vor dem Mann, der ihr Herz brach



Meine Meinung:

Ein nettes kleines Chick-Lit Buch für zwischendurch. Das Hai-Thema hat mir gefallen, das war mal was anderes und ich hatte Hai-Finning, also das brutale Abschneiden von Haiflossen, bis dato nicht auf dem Schirm und fand das sehr interessant, ein ungewöhnlich ernstes Thema für eine leichte Sommerlektüre, aber sehr gelungen in den Plot eingebaut. Überhaupt, die Leidenschaft, die Maeve und wohl auch die Autorin für das Thema Haie haben, ist ansteckend und ich hab mich dabei erwischt, dass ich mir Bilder von Koboldhaien und Zitronenhaien angeschaut habe. Ein mitreißendes Motiv. Überhaupt war auch der Schreibstil wunderschön zu lesen, man merkt, dass die Autorin auf jeden Fall Talent zum schreiben hat, sie kann tolle Bilder malen, Das Hotel der Musen, das Meer - ich hatte beinahe den salzigen Meergeruch in der Nase.

Was den ganzen Rest angeht - naja, war so lala. Den Untertitel "Eine Liebe so ewig wie das Meer" finde ich ein bisschen irreführend, die Liebesgeschichte ist durchgehend einfach nur enttäuschend. Ich mag Daniel nicht. Er ist zwar süß mit seiner Tochter Hazel (Hazel hat mir die ganze Story gerettet, sie war Zucker!), aber in Bezug auf sein Liebesleben ist er doch ziemlich kompromisslos und egoistisch.
Der kleine Mysteryaspekt in der Geschichte, die Frage danach wer in der Gegend den Haien ihre Flossen abschneidet, war zwar eine gute Idee, aber es war einfach zu schnell und zu einfach aufgelöst, da lag so viel Potential drin. 
A propos Potential - die Charaktere sind mir auch allesamt zu oberflächlich gehalten. Da wäre so viel mehr gegangen - schade. Verschenktes Potential.

Insgesamt war das Buch gut zu lesen und als leichte Sommerlektüre sicher geeignet, aber irgendwie doch nur halbgegoren. Das Hai-Thema hat mir gefallen, aber das war dann auch scho alles.

3 von 5 Sterne


Freitag, 8. März 2019

[Rezension] szenische Lesung - Michael Eickhorst - Der Fluch des Jaguars




Kurzinfos:

Titel: Der Fluch des Jaguars (Lady Bedfort #102)
Autor: Michael Eickhorst
gelesen von: Dennis Rohling
erschienen bei: Greenskull Entertainment
Spieldauer: 2 Stunden 23 Minuten
verfügbar bei Spotify
Preis (Stand 03/19): 8,95€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Der Zirkus ist in Marbles Cove. Doch noch vor der ersten Vorstellung kommt es zu einer schrecklichen Tragödie. Die Hochseilartistin Amber Grenfell verunglückt und stirbt beim Sturz in die Manege. Jemand hat absichtlich das Auffangnetz manipuliert - doch wer und warum? Lady Bedfort hört sich im Zirkus um und stößt auf einen ganz eigenen, faszinierenden Kosmos. Und auf eine tödliche Gefahr...



Meine Meinung:

Nachdem ich Teil 101 als Buch gelesen habe (Rezension *hier* nachlesen), hab ich mir bei Nummer 102 die szenische Lesung zu Gemüte geführt und fand sie ehrlich gesagt sogar noch besser als Teil 101! 
Zur Story - Ein Todesfall im Zirkus. Hochseilartistin bei Tag und hin und wieder auch mal eine Hörspielsprecherin. Ganz ehrlich - diese Episode war ein Fest für jeden Hörspielenthusiasten. Ich hab mich kringelig gelacht bei den Parodien auf "Offenbarung 23" und "die drei ???", zwei meiner absoluten Lieblingshörspiele! Das war absolut witzig und super gemacht, mal ganz davon zu schweigen, dass ich ein Hörspiel von einer Kriminalfälle lösenden Hochseilartistin absolut feiern würde. Sorry Inspector Gomery. ^^
Der Kriminalfall an sich war schön gemacht, durchgehend spannend und ich hab die Auflösung nicht kommen sehen. So muss das sein :D
Den Cliffhanger aus Episode 101 war nicht besonders aufregend gelöst muss ich sagen, da hab ich höhere Erwartungen an den Cliffhanger aus dieser Episode. Und was für ein Cliffhanger! Meine Güte. Es geht immer dramatischer zu im Hause Bedfort.
Zur Umsetzung der Lesung - Hat mir sehr gut gefallen. Dennis Rohling hat das sehr gut gemacht und es hilft natürlich, dass er schon in der Hörspielserie die Rolle von Max übernommen hat, das war ein schöner Twist. Ich mochte auch die Geräusche, die in die Lesung eingebaut wurden, so hat das richtig Spaß gemacht.

Insgesamt eine tolle Lesung und eine tolle Geschichte, die mir richtig Spaß gemacht hat und sich gut und schnell hat hören lassen. Bin schon gespannt auf mehr :D


5 von 5 Sterne


Donnerstag, 7. März 2019

[Rezension] J.R. Ward - Blutopfer



Kurzinfos:

Titel: Blutopfer (Black Dagger #2)
Autorin: J.R. Ward 
erschienen im: Heyne Verlag
Seiten: 320 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 02/19): 7,95€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Seit Hunderten von Jahren tobt ein Krieg in den Städten, von dem die Sterblichen nur selten etwas bemerken: Wrath, König der Vampire, führt die Bruderschaft der BLACK DAGGER in einem gnadenlosen Kampf gegen die Gesellschaft der Lesser, seelenlose Untote, die geschworen haben, die Vampire zu vernichten. Mitten in diesem Krieg bittet Darius, ein alter Kampfgefährte, Wrath darum, sich um seine Tochter Beth zu kümmern, die nichts von ihrer vampirischen Herkunft weiß. Schon bald gerät die junge Frau zwischen die Fronten, und Wrath muss erkennen, dass sein Schicksal unauflöslich mit ihr verbunden ist - denn Beth ist seine Shellan, seine unsterbliche Liebe, für die sich jedes Opfer lohnt. Und er muss auch alles riskieren, um Beth zu retten...



Meine Meinung:

Das Mysterium um den aprubt endenden ersten Teil der Black Dagger Serie ist gelüftet - gemeinerweise hat der Heyne Verlag aus einem Originalbuch in der Übersetzung einfach zwei gemacht. Unfaire Geldmacherei wenn ihr mich fragt - ich bin absolut nicht amused. 

Aber es hilft ja nichts - die Geschichte ist leider geil. Blutopfer hat wirklich alles, was ein guter Vampirporno haben muss - starke Charaktere. Herauszuheben ist an der Stelle vor allem Beth - sie ist wirklich stark, hat Courage und einen eisernen Willen. Das find ich wirklich toll an ihr! Es gibt so viele andere Bücher des Genres, wo das Mädchen einfach nur still den Kerl anschmachtet und zu allem ja und Amen sagt. (*hust* Twilight *hust*). Ich brauche Badass Frauen und Beth ist das absolut. 
Der Teil mit den Lesser hat sich wieder irgendwie gezogen, ich kann gar nicht sagen wieso, aber der Teil war immer so ein bisschen lahm. Der Showdown war dafür großartig und ich bin schon gespannt auf die weiteren Teile!



5 von 5 Sterne

Sonntag, 3. März 2019

[Rezension] Martin Suter - Die Zeit, die Zeit



Kurzinfos:

Titel: Die Zeit, die Zeit
Autor: Martin Suter
erschienen im: Diogenes Verlag
Seiten: 304 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 03/19): 13,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten – und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse auf der anderen Seite der Straße verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren Umsetzung nicht einfach. Um nicht zu sagen – schier unmöglich. Taler soll ihm dabei helfen. 



Meine Meinung:

Mein allererster Suter und bestimmt auch nicht mein letzter Suter. Ich bin mit niedrigen Erwartungen an dieses Buch gegangen und der Suter-Charme hat mich gekriegt. Ein verrücktes Buch, absolut anders als alles was ich bis dato gelesen hatte und war ich auch lang uneins mit mir wie ich das Buch jetzt finde, es war einfach total abgedreht.

Der alte Knupp, der gegenüber vom jüngst verwitweten Herrn Taler wohnt glaubt nicht an die Zeit, nur an Veränderung. Nach der Prämisse handelnd versucht er einen Tag im Jahre 1991 nachzustellen um die Veränderung auszutricksen um seine Frau von den Toten zurückzuholen. Ein komplett verrücktes Unterfangen, aber er bringt Peter Taler dazu ihm zu helfen. Der glaubt zwar nicht an die Idee, aber ein Funken Hoffnung bleibt zurück, schließlich vermisst auch er seine verstorbene Frau Laura. 
Die beiden stürzen sich in das Projekt, das mit der Zeit immer größere Ausmaße annimmt, aus Leidensgenossen werden sowas wie Freunde
Das Buch fängt sehr langsam an, steigert sich ebenso langsam, zieht sich im Mittelteil sogar ein wenig (seitenlange Beschreibungen von irgendwelchen Pflanzen... lame..). Dafür ist der Schluss auf wenigen Seiten erzählt, ein bisschen knapp für meinen Geschmack.
Trotzdem, die Idee, das Gedankenexperiment ist eine geniale Idee. Und auch die Antwort auf die Frage wer denn Laura, die Frau von Peter Taler ermordet hat, war, obwohl mir die Lösung schon ein paar Seiten eher kam, absolut überraschend und ein aboluter "Oh mein Gott! Leck mich am Arsch" - Moment. 

Insgesamt hat mir das Buch aber doch sehr gut gefallen, einfach auch, weil das Thema so absolut verrückt ist. Zeitreise schön und gut, Zeit zurückdrehen, auch gut. Aber die Zeit einfach mal als nicht gegeben postulieren? Wer kommt auf sowas? Martin Suter offensichtlich. Vermutlich hätte man aus dem Thema noch mehr machen können, aber trotzdem hat der Herr Suter mit mir einen neuen Fan hinzugewonnen. 



4 von 5 Sterne



[Rezension] Stephen Fry - Mythos



Kurzinfos:

Titel: Mythos - Was uns die Götter heute sagen (Mythos #1)
Autor: Stephen Fry
erschienen im: Aufbau Verlag
Seiten: 448 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 03/19): 24€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Stephen Fry hat sich die griechischen Göttersagen vorgeknöpft: Grandios und umwerfend komisch! 

Zügellosigkeit, Lebenslust, Mord und Totschlag, Triumph und Tragödie: Die griechischen Göttersagen sind wilder und wüster als das Leben selbst und bieten damit alles, was sich Leser wünschen. Die alten Griechen inspirierten unter anderen Shakespeare, Michelangelo, James Joyce und Walt Disney. In Stephen Frys brillanter Nacherzählung erwachen die alten Sagen zu neuem Leben. Wir verlieben uns mit Zeus, sehen die Geburt der Athene, nehmen mit Kronos und Gaia Rache an Uranos, wir weinen mit König Midas und jagen mit der wunderschönen und furchtlosen Artemis. Meisterhaft und in bester Tradition des britischen Humors zeigt uns Stephen Fry die Bedeutung der griechischen Sagen für die Geburt der Literatur.



Meine Meinung:

Ich war schon seit langem eine glühende Verehrerin von Stephen Fry, hatte aber bis dato noch nie ein Buch von ihm gelesen, Mythos war daher für mich eine Premiere. Ich hatte sehr hohe Erwartungen und ich kann sagen - die wurden nicht enttäuscht! Es war episch, im wahrsten Sinne des Wortes. 
Sachbücher sind ja hin und wieder etwas dröge, spulen nur Fakten herunter und haben sonst wenig Anspruch ein Buch zu sein das unterhält, sondern wollen vor allem informieren. Das großartige an Mythos: Es schafft beides. Auf der einen Seite ist es das, was man erwartet - eine Abhandlung über die griechische Mythologie, gespickt mit jeder Menge Popkultur und Fakten zur Literatur und Theatergeschichte, die sich mit dem Sujet der griechischen Götter befasst. Es ist sehr informativ und ich hatte bei Fry, den ich als sehr gebildeten und schlauen Menschen wahrgenommen habe, auch nichts anderes erwartet.
Auf der anderen Seite ist es wahnsinnig unterhaltsam, leicht verdaulich und mit diversen Augenzwinkern geschrieben worden, sodass man fast durchgehend ein Lächeln im Gesicht hängen hat. Es macht so viel Spaß die Geschichten zu lesen, wobei es hier wirklich auch nur Geschichten sind. Fry erklärt nichts, er interpretiert nicht, sondern erzählt nur. Was wahnsinnig angenehm ist, so wird während des Lesens viel Raum für eigene Gedanken gelassen.
Im übrigen fand ich auch die Art und Weise, wie er das Buch aufgebaut hat sehr angenehm. Die griechische Mytholigie ist wahnsinnig komplex und vielschichtig und obwohl die diversen Heldengeschichten (etwa die von Odysseus und Herakles) noch gar nicht behandelt werden, ist auch Mythos kein schmales Buch. Stephen Fry hat es meinem Empfinden nach trotzdem geschafft Struktur hineinzubekommen und ich hab mich bei der Lektüre nie verloren gefühlt. 

Insgesamt kann ich gar nicht mehr sagen, als: Ein wahnsinnig tolles Buch von einem großartigen Autoren, das bereits jetzt, am Anfang des Jahres sicherlich in meinen Jahreshighlights aufgeführt sein wird. Absolute Leseempfehlung. 


5 von 5 Sternen

[Rezension] Cassandra Clare - City of Ashes

Kurzinfos: Titel: City of Ashes (Chroniken der Unterwelt #2) Autorin: Cassandra Clare erschienen im: Goldmann Verlag Seiten: 49...