Donnerstag, 19. März 2020

[Rezension] Nalini Singh - Cherish Hope







Kurzinfos:

Titel: Cherish Hope (Hard Play #2)
Autorin: Nalini Singh
erschienen im: LYX Verlag
Seiten: 432 Seiten
brochierte Ausgabe
Preis (Stand 03/20): 12,90€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Er steht für alles, was sie nicht will - und doch verfällt sie ihm hoffnungslos

Nayna Sharma liebt ihre Familie über alles. Daher hat sie deren Drängen nachgegeben und zugestimmt zu heiraten - einen Mann, den ihre Eltern für sie auswählen. Doch schnell bereut sie ihre Entscheidung, denn jeder Kandidat ist schrecklicher als der zuvor. Und so beschließt sie, ein letztes Mal auszubrechen - und findet sich in den Armen eines Fremden wieder, der mit seinen Küssen und Berührungen Gefühle in ihr auslöst, die sie nie zuvor gespürt hat. Doch als sie ihm gesteht, dass sie nur eine Nacht will, beendet der geheimnisvolle Unbekannte ihr Abenteuer abrupt. Nayna ist verwirrt - und staunt nicht schlecht, als ihr ihre Eltern den nächsten Heiratskandidaten präsentieren. Es ist ausgerechnet der begnadete Küsser, der sie eiskalt abserviert hat ...



Meine Meinung:

Ich mag Nalini Singh! Ich hab schon einige Bücher von ihr gelesen und bin bisher eigentlich noch nie enttäuscht worden und dieser Roman ist absolut besonders, weil man merkt, dass sie viel von sich selbst und von ihrem eigenen kulturellen und geschichtlichen Hintergrund in dieses Buch gepackt hat und das hat mich beim Lesen auch total erreicht und auch berührt. 

Nayna versucht für ihre Eltern die perfekte Tochter zu sein und verliert sich bei dem Versuch immer mehr. Sie will mehr als nur einfach heiraten und Kinder bekommen, sie will reisen und sich selbst finden und sie will Raj. Aber Raj steht genau für diesen traditionsgeladenen Backround dem sie unbedingt entfliehen will. Aber schon bald ist klar - Love is in the air. Sowohl für Raj als auch für Nayna. Wie sie trotzdem zusammen kommen? Who knows...

Ich mochte dieses Buch schon alleine wegen dem ganzen indischen Bollywoodflair. Mein Herz schlägt für Nepal, deswegen hab ich viele der Situationen, die in dem Buch beschrieben wurden sogar selbst schon mitgemacht. Da musste ich mir dann immer ein Lächeln verkneifen! Die ganze Dynamik der indischen Community war großartig und mit viel Herz beschrieben, wer da nicht Lust bekommt sich in seinen besten Sari zu schmeißen um ein paar Pakoras zu verschnabulieren, dem kann ich auch nicht helfen (genau das werd ich morgen tun. Spontan beschlossen xD). 

Ich mochte die Charaktere, noch mehr als die beiden Protagonisten wohl vor allem Naynas Aaja, die hochbetagte Dame, die gehörig den Schalk im Nacken sitzen hat und nochmal was mit dem Nachbar-Opi anfängt. Badass Omi, wenn ich so drauf bin mit über 70 wär das absolut großartig.

Auch Nayna und Raj waren beide wunderschön gezeichnet, Raj war mir vielleicht ein bisschen zu glatt, die ganze Adoptionsgeschichte hätte man verwenden können um ihm noch ein bisschen mehr Tiefe zu geben, da hat mir einfach ein bisschen der Edge gefehlt. Raj war mir ein bisschen ZU perfekt.

Was auch schön und auch besonders war, war dass Singh in diesem Buch ein sehr häufiges Problem in vielen Beziehungen anspricht, eben das Vorstellungen über Familie, Job, Tradition und Freiheit auseinandergehen können, obwohl man sich liebt und dass es manchmal nicht einfach ist diese Unterschiede zu überwinden. Das Thema wurde nicht in ein paar Seiten abgehandelt, sondern es wurde ihm jede Menge Raum gegeben und nicht kleingeredet. Das hat den Leseflow hin und wieder stocken lassen, einfach weil sich die Geschichte gezogen hat, aber vielleicht hat die Geschichte diese Zeit auch einfach gebraucht.

Insgesamt ein grnadioses Buch in dem Nalini Singh mit viel Liebe zur eigenen Kultur und Geschichte, Probleme anspricht wie wir sie alle schon einmal in einer Beziehung gehabt haben. An einigen Stellen ein wenig zäh, aber trotzdem wunderschön zu lesen. Alleine schon wegen der sassy Oma!


4 von 5 Sterne

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