Freitag, 21. Februar 2020

[Rezension] Patrick Hertweck - Tara und Tahnee - Verloren im Tal des Goldes







Kurzinfos:

Titel: Tara und Tahnee - Verloren im Tal des Goldes
Autor: Patrick Hertweck
erschienen im: Thienemann Verlag
Seiten: 304 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 02/20): 15,00€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:


Sierra Nevada, 1856. Mühsam kämpft sich Tahnee durch die Wildnis. Sie muss ihrem Vater helfen, der von Kopfgeldjägern gejagt wird. Immerzu denkt sie an das Versprechen, das sie ihm gegeben hat: Sie muss es schaffen, nach San Francisco zu kommen! Noch ahnt sie nicht, dass dort in einem herrschaftlichen Anwesen Tara lebt, mit der sie ein besonderes Schicksal verbindet …


Meine Meinung:

Mal ganz abgesehen von dem Buch - Wie wunderschön ist denn bitte dieses Cover? Auch wenn der Inhalt Mist gewesen wäre (was zum Glück nicht zutrifft - ein tolles Buch!) ist dieses Buch, besonders auch mit dem tollen farbigen Schnitt, auf jeden Fall ein Buchschatz! Da kann ich dem Verlag und besonders natürlich dem oder der IllustratorIn nur gerührt auf die Schulter klopfen - Mega!

Bevor ich mich jetzt noch weiter über die Gestaltung ergehe - der Inhalt war auch nicht zu verachten. Ein toughes junges Mädchen, dass auf der Suche nach ihrem Vater durch den wilden Westen stapft, allein bei der Prämisse hab ich schon den Duft von heißem Sand in der Nase und höre die Meldodie vom Lied vom Tod. Tahnee ist für ihre elf Jahre ein wahnsinnig starkes Mädchen, das, obwohl mit der Situation maßlos überfordert, nicht ins Bockshorn jagen lässt und tut, was eben getan werden muss. Sie muss diesen Weg zum Glück nicht alleine gehen und trifft auf ihrem Weg allerlei nette und weniger nette Gesellen. Ich hab mich mit Tahnee sofort verbunden gefühlt, ich hab ihr Handeln vollendends nachvollziehen können und hab mch mit ihr gefreut und mit ihr gelitten. 
Tahnees Geschichte wird immer mal wieder unterbrochen von Tagebucheinträgen von Tara, einem Mädchen, dass zusammen mit ihrem Großvater und ihrem Kindermädchen in San Fransisco wohnt. Obwohl ich die Idee mit den Tagebucheinträgen gut fand und es die Geschichte toll auch von einem anderen Winkel beleuchtet hat, konnte ich mit Tara weniger gut connecten und ich hätte mir gewünscht noch ein wenig mehr über sie zu erfahren.
Ich mochte die Art und Weise, wie die zwei Erzählstränge zusammengeführt wurden, das war aufregend und das Erzähltempo, das immer schneller wurde hat die Seiten nur so dahinfliegen lassen!

Obwohl "Tara und Tahnee" ein Kinderbuch ist, spielt es doch im wilden Westen und der Autor beschönigt nichts. Kopfgeldjäger, Tod am Galgen, Pistolen und Rassismus gehören in diese Zeit und damit auch in das Buch. Allerdings fand ich die Art und Weise wie diese Themen aufgegriffen worden sind, absolut schön gelöst und für das Buch authentisch. Hat mir sehr gut gefallen. 

4,5 von 5 Sterne 

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