Sonntag, 29. Dezember 2019

[Rezension] Erich Maria Remarque - Im Westen nichts neues







Kurzinfos:


Titel: Im Westen nichts neues

Autor: Erich Maria Remarque

erschienen im: kiwi Verlag

Seiten: 336 Seiten

Taschenbuch

Preis (Stand 12/19): 8,99€ zum Beispiel bei amazon





Klapptentext:


Dieser Roman schildert aufs Eindringlichste die schauerlichen Erlebnisse des Soldaten Paul Bäumer an der Westfront des Ersten Weltkrieges, wo sich Deutsche und Alliierte in einem grausamen Grabenkrieg gegenüberstanden. Aber eigentlich sind Schauplatz und Zeit bedeutungslos, beherrschend ist das sinnlose Töten und die zu reinem Menschenmaterial degradierten Soldaten, die schon lange den Glauben an den "gerechten Krieg" aufgegeben haben. Hier ist kein Platz für klischeehaft mutige Helden, Verlierer sind sie letztlich alle, die da im Schlamm der Schützengräben liegen.




Meine Meinung:


Ich sitze jetzt schon sicher 5 Minuten vor dem Bildschirm und fühle mich einfach nur leer im Kopf. Da eine Rezension sich aber nicht von selber schreibt, fang ich jetzt einfach mal an. Im Westen nichts neues hat mich tief erschüttert. Ich habe schon Romane gelesen, die im Krieg spielen, aber dieses Buch hat mich in seiner einfachen Erzählweise, seiner grausamen Ehrlichkeit und seiner Geradlinigkeit tief ins Mark getroffen. Ich musste zwischendrin immer mal wieder aufhören zu lesen, so mitgenommen war ich.

Erich Maria Remarque schildert aus der Sicht des gerade einmal 19-jährigen Paul Bäumers die Schrecken des ersten Weltkrieges. Mit allem was dazugehört. Granaten, Schützengraben, Verstümmelung, Läuse, Skat spielen, Heimaturlaub, Feldlazarett, Verlust, Angst und Tod.



Paul Bäumer und seine Klassenkameraden haben gerade die Schule angeschlossen und sind voller romantischer Vorstellungen von Vaterland und Ruhm in den Krieg gezogen. Durch das Buch hindurch verlieren die Jungen aber jedwede Illusion und der harte Alltag zieht ein. Freunde und Kameraden sterben, fast schon beiläufig und die größte Sorge bleibt wer denn des Verstorbenen Stiefel erben darf. Der Soldat ist Pragmatiker.

Das was so erschreckend ist und das was einen so trifft an dem Buch, ist dass es nicht beschönigt, es wird nichts ausgelassen und alles wird sehr prägnant beschrieben, manchmal muss man schmunzeln, einmal musste ich sogar lachen, aber insgesamt ist es sicherlich keine einfache Lektüre, aber vielleicht eine Lektüre, die man machen sollte um das eigene Leben ein bisschen besser in Perspektive zu setzen. Den ganz egal, ob an der Front mit Revolvern, Granaten, Panzern oder mit schwerer Artillerie geschossen wird, ob die Soldaten aus Deutschland, Frankreich, Russland oder Timbuktu kommen - der Krieg ist keine schöne Sache. Und das ist heute, mit u.a. Kriegen in Syrien, Afghanistan, Somalia oder der Ukraine genauso aktuell und zutreffend, wie es Anfang des 20. Jahrhunderts war, als das Buch erstmals veröffentlicht wurde.

ein Buch, das jeder mal gelesen haben sollte.




5 von 5 Sternen

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