Sonntag, 10. November 2019

[Rezension] Charlie Lovett - Jane Austens Geheimnis



Kurzinfos:

Titel: Jane Austens Geheimnis
Autor: Charlie Lovett
erschienen im: Goldmann Verlag
Seiten: 416 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 11/19): ab 1,85€ (gebraucht) zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Sophie Collingwood liebt Bücher, vor allem die von Jane Austen. Ihrer Leidenschaft kann sie auch beruflich nachgehen: als Angestellte in einem Londoner Antiquariat. Dort versucht sie für ihre Kunden noch die obskursten Werke aufzutreiben – wie beispielsweise „Ein kleines Buch allegorischer Geschichten". Für diese Sammlung erbaulicher Erzählungen aus dem Jahr 1796 gibt es gleich zwei Interessenten. Was Sophie nicht ahnt: Das schmale Bändchen birgt den Schlüssel zu einem Geheimnis um Jane Austens Meisterwerk “Stolz und Vorurteil”. Und plötzlich wird aus der Suche nach einem vergessenen Buch ein höchst gefährliches Abenteuer … Ein bezaubernder Roman um alte Bücher, junge Liebe und den Charme von Jane Austen! 


Meine Meinung:

"Ein gutes Buch ist wie ein guter Freund. Es wird dich für den Rest deines Lebens begleiten. Am Anfang wird es spannend und abenteuerlich sein, und Jahre später wird es zu etwas Tröstlichem, Vertrautem werden." S. 45

Ich bin ein großer Austenfan, vor allem natürlich ein Fan von Stolz und Vorurteil und da hat mich der Titel dieses Buches verständlicherweise sofort angesprungen.
Ich mochte "Jane Austens Geheimnis". Viele Aspekte daran fand ich sogar ganz wunderbar. 
Zunächst einmal - im Klappentext wird es ja schon angesprochen, erzählt das Buch eine wunderschöne Geschichte über Sophies Liebe zu Büchern. Wir lernen ihren Onkel Bertram kennen, der Sophie mit Büchern vertraut macht und ihr die Wunder, die zwischen zwei Buchdeckeln stecken können, näher bringt. Ich hab mich hier sehr angesprochen gefühlt, denn nennen wir das Kind beim Namen - Ich bin eine Buchaholikerin. 
Der zweite Aspekt, den ich mochte, war natürlich der Austen-Aspekt. Das Buch funktioniert auf zwei Erzählebenen, denn während wir in der einen Hälfte des Buches Sophie auf ihren Abentuern begleiten, dürfen wir in der anderen Hälfte Jane Austen kennenlernen, ein bisschen ihren Schreibprozess nachvollziehen und erfahren über ihre (fiktive) Freundschaft zu dem bedeutend älteren Reverend Mansfield. Das Buch ebenjenem Mansfield ist später in der Gegenwart von Sophie von großer Bedeutung.
Ich mag Geschichten, die in zwei verschiedenen Zeiten stattfinden, ich find es immer wieder spannend und schön, wie die zwei Erzählstränge zusammenfinden und das ist hier, wie ich finde sehr schön gelungen.

Ich bin nicht 100% zufrieden mit dem Buch muss ich sagen, leider fand ich Sophie größtenteils ziemlich unsympathisch. Sie hat eine seltsame Einstellung zu Männern ("Hey Winston, ich liebe dich zwar nicht und eigentlich glaube ich dass ich in Eric verliebt bin, aber du bist groß, stark und gut im Bett, deswegen darfst du noch ein bisschen bleiben"), trifft für mich nicht nachvollziehbare Entscheidungen ("Das Buch ist zu teuer, och, klauen wir es doch einfach mal kurz") und diese leicht snarky/überhebliche Einstellungen anderen Leuten gegenüber, die sie für weniger belesen hält gehen mir leicht auf die Nerven. Aber gut, die wenigsten Bücher sind perfekt und dieses war trotz Sophie ein schönes Buch das ich weiterempfehlen würde.


3,5 von 5 Sternen

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