Dienstag, 29. Oktober 2019

[Rezension] Stephen Fry - Geschichte machen



Kurzinfos:

Titel: Geschichte machen
Autor: Stephen Fry
erschienen im: Aufbau Verlag
Seiten: 497 Seiten
Taschenbuchausgabe
Preis (Stand: 10/19): 15€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Was wäre geschehen, wenn Hitler nie gelebt hätte? Diese Frage treibt den jungen Cambridge-Historiker Michael Young und den Physik-Professor Leo Zuckermann um. Beide träumen davon, den Holocaust ungeschehen zu machen. Auf wunderbare Weise schaffen sie den Zeitsprung nach Braunau ins Jahr 1888. Bleibt der Menschheitsgeschichte ihr finsterstes Kapitel erspart? 


Meine Meinung:

Was wäre wenn Hitler niemals gelebt hätte? Mit der Beantwortung dieser Frage beschäftigen sich der junge Geschichtsdoktorand Michael und der schon etwas ältere Physikprofessor Leo, denn offensichtlich wäre die Welt doch auf jeden Fall eine bessere, wenn es den bärtigen Psychopathen aus Braunau am Inn niemals gegeben hätte, oder?
Zunächst mal ist zu sagen - ich liebe Stephen Fry. Heiß und innig. Und ich hab mich gefreut so viel von ihm in diesem Buch zu entdecken. "Geschichte machen" ist zudem soweit ich das beurteilen kann, sehr sorfältig recherchiert, der Zeitstrahl der alternativen Welt ist sehr konsequent durchdacht und es macht einfach Spaß das Buch zu lesen, weil man merkt, derjenige der hier schreibt, hat auch was im Kopf (nicht unbedingt gegeben in vielen Fällen, leider).
Es gab ein paar kleine Dinge, die mich minimal gestört haben, beispielsweise waren die Charaktere ein bisschen zu oberflächlich angelegt, ich meine hier vor allem Michael, Leo und auch Glodner, vor allem vom Alternativdiktator gabs für mich viel zu wenig onscreen-time.
Ich fand auch die Proportionen von der Erzählzeit nicht optimal. Am Anfang wars mir zu ausführlich, am Ende hatte ich noch so viele Fragen, da wars mir dann zu wenig ausführlich. Die Alternativzeit war spannend und es wäre schön gewesen, noch mehr darüber zu erfahren (etwa warum es unter Strafe verboten ist schwul zu sein und warum es immernoch so viele rassistische Tendenzen gibt).
Aber insgesamt kann ich mich gar nicht beschweren, das Buch ist absolut nicht vorherzusehen, der Plot springt mal hierhin mal dorthin und alles was man tun kann ist mit offenem Mund hinterherzuschauen und sich dann zu beeilen hinterherzukommen. 
Großartiges Buch.


5 von 5 Sternen

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