Sonntag, 13. Oktober 2019

[Rezension] Fabienne Brouillard - Rendezvous mit Lou


Kurzinfos:

Titel: Rendezvous mit Lou
Autorin: Fabienne Brouillard
erschienen im: Diana Verlag
Seiten: 368 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 10/19): 9,99€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Abserviert. Dabei hatte Lou gedacht, endlich auf die Pariser Sonnenseite des Lebens zu wechseln. Mit Olivier und einem erfolgreich abgeschlossenen Journalistikstudium. Und dann so was: Die Noch-Ehefrau ist schwanger, und zwar von Olivier. Klar, dass Lou rotsieht. Sie hätte nur nicht in aller Öffentlichkeit mit Petits Fours werfen sollen ...

Zwei Wochen bleiben ihr, um zu beweisen, dass sie eine gute Verliererin und eine noch bessere Journalistin ist. Denn bis dahin muss sie ihren Schmerz besiegt und ein Exklusivinterview mit dem medienscheuen Frédéric d’Arambault ergattert haben. 

Die Zeit läuft, und Lou muss unbedingt gewinnen ...



Meine Meinung:

Ich habe nicht besonders viel erwartet von diesem Buch und das hab ich dann auch bekommen - wenig.
Lou ist eine aufstrebende Journalistikstudentin, die sich mit einem verheirateten Dozenten eingelassen hat. Wie zu erwarten fliegt ihr das um die Ohren und sie steht vor dem Nichts, sie steht vor dem Rausschmiss von der Hochschule, das einzige was sie noch retten kann - ein Interview mit dem sehr privaten Frédéric. Soweit so offensichtlich.
Der naheliegende Lösungsansatz für ihr Dilemma - sie bricht in sein Hotelzimmer ein, wird prompt erwischt und hat Glück dass sie hübsch ist, denn und das sind Frédérics Worte und nicht meine "wäre die hässlich gewesen, hätte er sofort die Polizei gerufen". Großartig. 
Der logische nächste Schritt ist natürlich, dass sie für einen von seinen Geschäftspartnern ein Ehepaar spielen und sich dann unsterblich ineinander verlieben. 
Ich wollte dieses Buch mögen. Wirklich, ich liebe das franzäsische joie de vivre und hatte mich auf einen charmanten, witzigen, kurzweiligen Roman gefreut, aber, obwohl es seine lichten Momente hatte, war ich einfach untergeistert.
Nehmen wir mal Lou, eine intelligente, junge Dame, die obwohl sie ständig erzählt, dass sie Frédéric nicht besonders mag (wieso auch nicht, der Mann erpresst sie!), trotzdem alles tut was er will und sich von ihm bevormunden lässt. Sie war mir schon auf den ersten Seiten unsympathisch (Man fängt einfach nichts mit einem verheiratetem Mann an, sorry, aber wie naiv kann man bitte sein?!), das mit dem Einbruch war einfach dumm und insgesamt hat sie sich einfach nur leid getan die ganze Zeit.
Frédéric, aus dessen Sicht abwechselnd mit der Lous geschrieben wurde, fand ich interessanter, er hat irgendwo eine Entwicklung durchgemacht und verhält sich vor allem gegen Ende sehr süß. Obwohl ich wirklich keine Ahnung habe, was er an Lou findet :P

Ich fand den Umgang mit dem Thema Suizid, Fremdgehen und Abtreibung sehr befremdlich, diese Themen hätten dem Plot mehr Tiefe geben können, sind aber alle sehr oberflächlich behandelt und nur als Mittel zum Zweck abgetan worden, was schade ist. 

Ich mochte den Stil, das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen, vor allem wenn man bedenkt, dass die französische Autorin in einer Fremdsprache geschrieben hat, es gab hin und wieder ein paar Ausdrücke und Redewendungen die ein wenig eckig klangen, aber insgesamt ist Rendevous mit Lou sehr schön geschrieben. Ich mochte auch die kleinen französichen Phrasen und Wörter, die immer wieder auftauchten, das hat den Text sehr authentisch gemacht. Auch das französische Flair und die Liebe zu Paris kam für mich sehr schön rüber.

Insgesamt aber trotzdem kein Buch das ich empfehlen oder noch einmal lesen würde.

2 von 5 Sterne

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