Sonntag, 25. August 2019

[Rezension] Licia Troisi - Im Land des Windes




Kurzinfos:

Titel: Im Land des Windes (Die Drachenkäpferin #1)
Autorin: Licia Troisi
erschienen im: Heyne Verlag
Seiten: 400 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 08/19): 8,95€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Sie hat violette Augen, nachtblaue Haare und spitze Ohren. Seit ihrer Geburt weiß sie, dass sie eine Kriegerin ist. Sie träumt davon, den Drachenrittern anzugehören und die Fammin zu schlagen, ein Monstervolk, das der Tyrann erschaffen hat, um ihre Welt zu zerstören. Nihal, die bei den Menschen aufwuchs, ist die letzte Überlebende der Halbelfen, einem Volk, das der Tyrann bereits ausgerottet hat. Nihal trägt den Schmerz ihres Volkes in sich, das sie nie kennen gelernt hat, von dem sie aber in ihren Träumen angefleht wird, Vergeltung zu üben. Nur zwei Verbündete stehen ihr zur Seite: der junge Magier Sennar und ihr unfehlbares Schwert aus schwarzem Kristall. Wird es Nihal gelingen, das Schicksal einer Welt abzuwenden, die vom Untergang bedroht ist?


Meine Meinung:

Drachen, ein Tyrann der das Land unterjocht, fulminante Kriege - klingelt es? Dieses Buch sendet sehr starke Eragon-Vibes aus und ich liebe Eragon! Nach der Lektüre des ersten Bandes der Trilogie der italienischen Autorin kann ich aber sagen - Die Drachenkämpferin ist ein nettes Buch, ein spannender und rasant erzählter Auftakt der Trilogie, allerdings kann Nihal nicht ganz mit Eragon mithalten.
Und da wäre ich auch schon bei der Hauptperson der Geschichte - Nihal ist eine blauhaarige Halbelfe. Nihct nur irgendeine Halbelfe, sondern die letzte, die sich nach einem brutalem Genozid des Tyrannens noch in der aufgetauchten Welt befindet. Dieses Vermächtnis lastet schwer auf ihren Schultern, sie sieht sich in der Pflicht ihr Volk zu rächen und stürzt sich in die gnadenlose Ausbildung zur Drachenritterin. Dabei sind ihr ihre Mitmenschen fast egal, ohne Rücksicht auf Verluste kämpft sie, als müsste sie die ganze Welt in Stücke hauen. 
Ich hab ein wenig mit Nihal gehadert, ich kann ihr Bedürfnis in den Kampf zu ziehen bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, aber insgesamt ist sie mir einfach zu krass. Es war auch nicht gerade leicht ihr zuzusehen wie sie immer tiefer in ihr emotionales Loch fiel, immer kälter und abweisender wurde - ich wollte mitfühlen, ich wollte sie verstehen an dem Punkt, aber das war dann doch einfach zu viel finde ich. 

Womit ich anfangs ein bisschen Probleme hatte, war die Erzählweise von Frau Troisi. Die Dame wechselt immer hin und her in ihren Erzähltempi, in einigen Abschnitten fasst sie leicht mehrere Monate und Jahre zusammen, dann verlegt sie sich wieder alles bin ins kleinste Detail zu beschreiben, da musste ich mich erst mal ein bisschen reinlesen, am Anfang empfand ich das noch als sehr störend, aber man gewöhnt sich schnell dran.

Je länger ich gelesen habe, desto besser hat mir das Buch gefallen. Man muss erst ein bisschen damit warm werden, aber wenn man dem knapp 400 Seiten starken Buch erst einmal verfallen ist, dann lesen sie sich ratzfatz. Ich bin ganz gespannt was noch weiter passiert und freu mich schon auf Band 2 :-)


4 von 5 Sterne

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