Sonntag, 7. April 2019

[Rezension] Karel Čapek - Der Krieg mit den Molchen



Kurzinfos:

Titel: Der Krieg mit den Molchen
Autor: Karel Čapek
erschienen im: Heyne Verlag
Seiten: 299 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 04/10): nur noch gebraucht erhältlich, zum Beispiel bei medimops



Klappentext:

Die brillanteste Satire gegen Fortschritt und Profit 

Kapitän van Toch entdeckt auf den indonesischen Inseln eine seltsame Molchart, die sich zu allerlei Arbeiten abrichten lässt. Manager wittern ein Riesengeschäft, ein gigantisches »Salamandersyndikat« entsteht. Das Molchzeitalter scheint angebrochen. Doch bald sind die Tiere so clever, daß sie den Spieß umdrehen und ihre einstigen Herren bedrohen.


Meine Meinung:

Ich weiß gar nicht wie, oder wo ich hier starten soll, so ein verrücktes Buch! Sowas hab ich tatsächlich noch nie nie gelesen und ich bin wirklich ziemlich verwundert, dass das Buch nicht bekannter ist. Ganz große Satire. 

Der Krieg mit den Molchen startet einigermaßen unauffällig im Stil eines gewöhnlichen Romans, Kapitän von Toch ist im übrigen die vermutlich größte Lisa, der ich bis dato getroffen habe, dieses "denglisch" war wahnsinnig anstrengend zu lesen xD, aber peu à peu hat sich die Dynamik des ganzen Buches doch sehr gewandelt. Auf einmal war es nicht mehr die stringente Erzählung, sondern es wurde wild zwischen allen möglichen Personen und auch in der Zeit herumgesprungen, immer wieder unterbrochen von Zeitungsartikeln, Einträgen aus Fachbüchern und Magazinen. 

Auf der einen Seite ist Der Krieg mit den Molchen mehr als einfach nur witzig - Čapek zeigt keine Gnade - vor niemandem. Er nimmt jedweden Glauben auf die Schippe (inklusive Judentum und den Christen), überhaupt alle Amerikaner, Asiaten und vor allem auch die Europäer, Journalisten, Akademiker - alle bekommen ihr Fett weg.

Auf der anderen Seite ist es aber auch schonungslos und trifft den Nerv der Zeit (Angang der 30er Jahre) sehr akkurat - Molche werden ausgebeutet, als Sklaven gehalten und es werden Versuche an ihnen durchgeführt. Klingt bekannt?

Die Moral von der Geschicht? Menschen sind habgierige Idioten. Passt heute noch genauso gut wie damals. 



5 von 5 Sterne




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