Sonntag, 3. März 2019

[Rezension] Stephen Fry - Mythos



Kurzinfos:

Titel: Mythos - Was uns die Götter heute sagen (Mythos #1)
Autor: Stephen Fry
erschienen im: Aufbau Verlag
Seiten: 448 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 03/19): 24€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Stephen Fry hat sich die griechischen Göttersagen vorgeknöpft: Grandios und umwerfend komisch! 

Zügellosigkeit, Lebenslust, Mord und Totschlag, Triumph und Tragödie: Die griechischen Göttersagen sind wilder und wüster als das Leben selbst und bieten damit alles, was sich Leser wünschen. Die alten Griechen inspirierten unter anderen Shakespeare, Michelangelo, James Joyce und Walt Disney. In Stephen Frys brillanter Nacherzählung erwachen die alten Sagen zu neuem Leben. Wir verlieben uns mit Zeus, sehen die Geburt der Athene, nehmen mit Kronos und Gaia Rache an Uranos, wir weinen mit König Midas und jagen mit der wunderschönen und furchtlosen Artemis. Meisterhaft und in bester Tradition des britischen Humors zeigt uns Stephen Fry die Bedeutung der griechischen Sagen für die Geburt der Literatur.



Meine Meinung:

Ich war schon seit langem eine glühende Verehrerin von Stephen Fry, hatte aber bis dato noch nie ein Buch von ihm gelesen, Mythos war daher für mich eine Premiere. Ich hatte sehr hohe Erwartungen und ich kann sagen - die wurden nicht enttäuscht! Es war episch, im wahrsten Sinne des Wortes. 
Sachbücher sind ja hin und wieder etwas dröge, spulen nur Fakten herunter und haben sonst wenig Anspruch ein Buch zu sein das unterhält, sondern wollen vor allem informieren. Das großartige an Mythos: Es schafft beides. Auf der einen Seite ist es das, was man erwartet - eine Abhandlung über die griechische Mythologie, gespickt mit jeder Menge Popkultur und Fakten zur Literatur und Theatergeschichte, die sich mit dem Sujet der griechischen Götter befasst. Es ist sehr informativ und ich hatte bei Fry, den ich als sehr gebildeten und schlauen Menschen wahrgenommen habe, auch nichts anderes erwartet.
Auf der anderen Seite ist es wahnsinnig unterhaltsam, leicht verdaulich und mit diversen Augenzwinkern geschrieben worden, sodass man fast durchgehend ein Lächeln im Gesicht hängen hat. Es macht so viel Spaß die Geschichten zu lesen, wobei es hier wirklich auch nur Geschichten sind. Fry erklärt nichts, er interpretiert nicht, sondern erzählt nur. Was wahnsinnig angenehm ist, so wird während des Lesens viel Raum für eigene Gedanken gelassen.
Im übrigen fand ich auch die Art und Weise, wie er das Buch aufgebaut hat sehr angenehm. Die griechische Mytholigie ist wahnsinnig komplex und vielschichtig und obwohl die diversen Heldengeschichten (etwa die von Odysseus und Herakles) noch gar nicht behandelt werden, ist auch Mythos kein schmales Buch. Stephen Fry hat es meinem Empfinden nach trotzdem geschafft Struktur hineinzubekommen und ich hab mich bei der Lektüre nie verloren gefühlt. 

Insgesamt kann ich gar nicht mehr sagen, als: Ein wahnsinnig tolles Buch von einem großartigen Autoren, das bereits jetzt, am Anfang des Jahres sicherlich in meinen Jahreshighlights aufgeführt sein wird. Absolute Leseempfehlung. 


5 von 5 Sternen

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