Dienstag, 26. Februar 2019

[Rezension] Jessi Gage - Ich wünsch mir einen Highlander



Kurzinfos:

Titel: Ich wünsch mir einen Highlander (Highland-Sehnsucht #1)
Autorin: Jessi Gage
erschienen bei: Books on Demand
Seiten: 408 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 02/19): 12,99€ zum Beispiel bei thalia



Klappentext:

Melanie arbeitet in einem Museum, ist Single, schwanger und formuliert beim Betrachten eines schottischen Artefakts den Wunsch, ein Highlander möge ihr Herz im Sturm erobern und sie ihren untreuen Ex vergessen machen. Sie hat allerdings nicht damit gerechnet, dass ihr Wunsch in Erfüllung gehen würde. Durch Zauberhand in die Highlands des sechzehnten Jahrhunderts befördert, begegnet sie ihrem kilttragenden Traummann von Angesicht zu Angesicht. 
Darcy Keith ist groß, gutaussehend und der künftige Erbe des Gutshofes seines Onkels. Damit sollte er der begehrteste Junggeselle von Ackergill sein. Dem ist jedoch nicht so, da in seiner Teenagerzeit der üble Scherz in Umlauf gebracht wurde, er sei unter seinem Kilt zu großzügig ausgestattet, um ehelichen Pflichten nachkommen zu können. »Big Darcy« betreibt die Windmühlen seines verstorbenen Vaters und lebt allein auf seinem Familiengut. Er ist davon überzeugt, dass er nie heiraten wird. 
Doch eine sonderbar gekleidete Frau, die er vor einem Clan-Scharmützel rettet, lässt ihn nach mehr verlangen. Als dem Gutsherrn zu Ohren kommt, dass die Frau behauptet, durch Zauberhand nach Ackergill gekommen zu sein, wird sie der Hexerei bezichtigt. Darcy ist entschlossen, sie um jeden Preis zu beschützen, selbst wenn er sich damit für immer an sie binden muss.



Meine Meinung:


Leider nein, leider gar nicht. Sorry, aber mir hat das Buch nicht besonders gut gefallen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll - ein Mann der von sich denkt sein bestes Stück wäre zu groß um mit einer Frau zu schlafen. *Facepalm*. Highlander und Zeitreisende, schwangere Südstaatlerin sind sofort nach dem ersten Tag unsterblich ineinander verliebt *second facepalm*. Irgendwo in der Mitte des Buches braust der Highlander aus dem 16. Jahhundert mit einem Auto durch die Weltgeschichte, kann es natürlich auch sofort fahren, weil Melanie ihm erzählt hat wies funktioniert *head explodes*.
Ich mochte die Charaktere nicht Da hätten wir zunächst einmal Darcy, den hohlen Highlander Typ netter Kerl, ohne Ecken, ohne Kanten, ein bisschen stumpt und absolut eindimensional und Melanie, eine Winzigkeit interessanter, aber leider ziemlich unsympathisch. 
Eine unglaubwürdige Story (und damit meine ich nicht das Zeitreisen, aber das Auto war einfach too much), langweilige Charaktere, ein lieblos hingeklatsches Ende, ohne Spannungsbogen der es schafft länger als 5 Seiten gespannt zu bleiben. Das war einfach nichts liebe Frau Gage. Ich liebe Outlander und hätte gerne etwas in dieser Richtung gelesen, aber das war einfach mies.
Ich mochte den Schreibstil, das Buch hat sich leicht gelesen, aber das reißt es halt auch leider nicht wieder raus. 
Es gab die eine oder andere Sequenz, die ich gerne gelesen habe, deswegen würde ich mal davon absehen nur einen Stern zu vergeben, aber mehr als zwei sind nicht drin. 


2 von 5 Sterne

Mittwoch, 20. Februar 2019

[Rezension] J.R. Ward - Nachtjagd


Kurzinfos:

Titel: Nachtjagd (Black Dagger #1)
Autorin: J.R. Ward
erschienen im: Heyne Verlag
Seiten: 268 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 02/19): 9,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Düster, erotisch, unwiderstehlich – die letzten Vampire kämpfen um das Schicksal der Welt

Das Leben der jungen Beth Randall verläuft eigentlich in ruhigen Bahnen – sie lebt in einem zu kleinen Apartment, geht selten aus und hat einen schlecht bezahlten Reporterjob bei einer kleinen Zeitung in Caldwell, New York. Ihr Job ist es auch, der sie an den Tatort eines ungewöhnlichen Mordes führt: Vor einem Club ist ein Mann bei der Explosion einer Autobombe gestorben, und die Polizei kann keinen Hinweis auf die wahre Identität des Toten finden. Dann trifft Beth auf den geheimnisvollen Wrath, der in Zusammenhang mit dem Mord zu stehen scheint. Der attraktive Fremde übt eine unheimliche Anziehung auf sie aus, der sie sich nicht entziehen kann. Während sie sich auf eine leidenschaftliche Affäre mit Wrath einlässt, wächst in ihr der Verdacht, dass er der gesuchte Mörder ist. Und Wrath hat noch ein paar Überraschungen mehr für sie auf Lager, denn er behauptet, ein Vampir zu sein – und das Oberhaupt der Bruderschaft der BLACK DAGGER, die seit Jahrhunderten einen gnadenlosen Krieg um das Schicksal der Welt führen muss ….



Meine Meinung:

Die Black Dagger Reihe ist mir schon so oft empfohlen worden und eigentlich war ich immer ein wenig abgeschreckt, ob des riesigen Konvolutes (32 Bücher bis dato. and counting ^^'). Egal, so viele begeisterete Rezensionen und Empfehlungen können nicht falsch liegen hab ich gedacht. Und ich hab das schmale Büchlein in einem Rutsch durchgelesen. Und nicht bereut.
Zuerst einmal war ich sehr erleichtert, dass die Vampire in Black Dagger nicht wieder solche Muschivampire wie in Twilight sind. Das sind richtig harte Krieger. Großartig. Die Autorin beschreibt wirklich interessante Charaktere, nimmt kein Blatt vor die Feder und zeichnet ein sehr realistisches (soweit man bei Vampiren von "real" sprechen kann) Bild von allen Charakteren, was umso bewundernswerter ist, da die Seitenzahl doch eher knapp bemessen ist. 
Besonders Beth fand ich toll, man mag es nicht glauben, aber sie ist doch tatsächlich mal weggelaufen, als der böse Vampir die Zähne gebleckt hat. Eine vernünftige Hauptperson. Wer dachte, dass es sowas überhaupt noch gibt.
Ich hab das Buch nicht mehr weglegen können, ein richtiger Pageturner und obwohl die ein oder andere Stelle sich doch ein bisschen gezogen hat, wäre es fast ein 5 Sterne Buch für mich geworden.
Fast, denn gerade als die Handlung angefangen hat Fahrt aufzunehmen war das Buch - plumps - aus. Ohne Vorwarnung, ohne ersichtliches Ende, oder wenigstens dem Ende einer Etappe, von einer Seite auf die andere war alles aus und das war doch einigermaßen unbefriedigend. 
Weiterlesen werd ich aber auf jeden Fall.



4 von 5 Sternen

Freitag, 15. Februar 2019

[Rezension] Michael Eickhorst - Die Leiche ohne Gesicht




Kurzinfos:

Titel: Die Leiche ohne Gesicht (Lady Bedfort 101)
Autor: Michael Eickhorst
Independently published
Seiten: 140 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 02/19): 4,99€ zum Beispiel bei amazon

Klappentext:

Lady Bedfort ist von ihrem schrecklichen Verlust schwer gezeichnet. Daran kann auch die Lösung des letzten Fallesnichts ändern. Gemeinsam mit ihrem Butler Max unternimmt sie alles, um endlich herauszufinden, wer den Mann ermordethat, mit dem sie in so vielen Kriminalfällen zu tun hatte.Als auch noch ihr Bruder Allistair nach Marbles Cove zurückkehrt, kommt eine Wahrheit ans Licht, die lange Zeit verborgen war. Die Ereignisse überschlagen sich, und nichts ist mehr wie zuvor.Die dramatischste Episode aller Zeiten - jetzt endlich erfahren die „Lady Bedfort“-Fans die Wahrheit, die alles ändern wird.



Meine Meinung:

So, für diese Rezension muss ich zuerst ein bisschen ausholen. Wer mich kennt, der weiß - ich liebe Hörspiele. Ich bin ein absolutes Kassettenkind und wenn man mich draußen mit Kopfhörern in den Ohren sieht, stehen die Chancen bei etwa 100%, dass ich vermutlich irgendein Hörspiel höre.
Ein Hörspiel, das ich früher gerne gehört habe und das ich dank des Büchleins, dass ich hier rezensieren darf, nun wieder für mich entdeckt habe, war und ist die Hörspielserie Lady Bedfort, die über 100 Folgen lang beim Hörplanet erschienen ist. 

Lady Bedfort, eine ältere Dame mit resolutem Auftreten lebt mit ihrem Butler Max in Broughton im beschaulichen Cornwall. Langweilig, denkt ihr? Mitnichten Mesdames et Messieurs - Die Dame löst Kriminalfälle in bester Miss Marple Manier, ist wunderbar schlagfertig und es macht Spaß zuzuhören, wie sie den Polizisten noch zeigt wo der Hammer hängt. Hörspielfreunden und solchen die es noch werden wollen, sei die Serie wärmstens ans Herz gelegt, sie ist komplett auf Spotify zu finden *click zur ersten Folge*

Großartige Sprecher, allen voran natürlich der wunderbare Santiago Ziesmer in der Rolle des Inspektor Miller und die herausragende Barbara Ratthey, die in den ersten Folgen die Lady Bedfort sprach, die liebevolle Charakterzeichnung, die stimmungsvolle Musik und die spannenden Fälle, eingebettet in eine fortlaufende Rahmenhandlung haben zusammen eine tolle Produktion ausgemacht und ich kann sie euch allen wirklich sehr ans Herz legen.

Nach den 100 Horspielfolgen war die Geschichte um die Lady und ihren Butler nun aber noch längst nicht zu Ende, seit Dezember 2017 kann man den neuen Abenteuer der beiden nun im schriftlicher Form folgen, alle zwei Monate kommt ein kurzes Büchlein raus, die zusammen eine Art Forsetzungsroman ergeben. Den ersten Teil, bzw. den 101sten Teil Die Leiche ohne Gesicht hab ich jetzt gelesen.

Ich habs gelesen und muss trotzdem sagen - die Hörspielserie mochte ich lieber. Aber! Aber, das Buch hat auch irgendwie was. Während ein Hörspiel in seinen Möglichkeiten doch relativ eingeschränkt ist, ist mit dem Buch sehr viel mehr einfaches erzählen möglich, Nebencharaktere bekommen mehr Aufmerksamkeit und Hintergründe werden besser beleuchtet, als Leser bekomme ich hier das gesamte Rundumpaket, ich bin nicht mehr nur auf Lady Bedfort und Max beschränkt und kann auch mal ein paar kleine Schritte in den Schuhen von Inspector Gomery und andern Nebendarstellern gehen. Als ob man bei dem Hörspiel nur durch eine kleine Klopapierrolle geschaut hätte, immer nur Lady Bedfort und Max gesehen hat, und jetzt die Rolle herunternimmt und auf einmal das ganze Bild sieht. Das war genial und das hat mir am Buch auch sehr gut gefallen.
Inhaltlich war das Buch natürlich hochdramatisch - Dinge wurden enthüllt die ich nie nie nie im Leben hätte erraten können! Die Geschichte war gut erzählt, der hohe Sprechanteil der Charaktere hat mir ein bisschen das Hörspielfeeling zurückgebracht, allerdings hätte man an dem drumherum vermutlich noch ein bisschen schleifen können. Syntax und Sprache sind doch sehr einfach und ich hätte das Präsens dem Präteritum vorgezogen, aber das sind vielleicht auch nur persönliche Befindlichkeiten.

Kleine Warnung für alle Bedfort-Neulinge - Das Buch ist ohne Vorkenntnisse der Hörspielserie nicht zu empfehlen, meiner Meinung nach fehlt dem Buch ein "was bisher geschah" um neuen Lesern den Einstieg zu erleichtern, wer sich also für die Geschichte um Lady Bedfort interessiert, dem sei empfohlen erst einmal ein paar der Hörspiele zu hören.

Insgesamt hab ich aber doch Spaß an dem kurzen Büchlein gehabt, es hat sich schnell lesen lassen und der besondere Bedfort Charme ist immer noch vorhanden, weswegen ich auch die weiteren Bücher lesen werde! 

Ps: Wer gar nicht auf seiner Dosis Bedfort für die Ohren verzichten möchte - Dennis Rohling, der Sprecher von Butler Max hat die Geschichte auch ganz zauberschön als Hörspiel aufgenommen!


4 von 5 Sterne

Freitag, 8. Februar 2019

[Rezension] Hörbuch - Moritz Matthies - Guten Morgen Miss Happy




Kurzinfos:

Titel: Guten Morgen, Miss Happy
Autor: Moritz Matthies
gelesen von: Ronald Zehrfeld
erschienen im: Argon Hörbuch Verlag
Spieldauer: 4 Stunden 35 Minuten
verfügbar bei Spotify
Preis (Stand 02/19): 11,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Die meisten Hundebesitzer glauben zu wissen, was ihr treuer Freund denkt. Walter, ein Familienvater Anfang 50, findet es heraus: Seine Hündin, Miss Happy, spricht mit ihm, jeden Morgen, unter vier Augen. Und sie hat nicht nur ihre ganz eigene Sicht auf die Welt, sondern auch immer gleich eine Meinung parat. Zu Diäten, Fake News, Hundehotels, Diktaturen, Selbstbaumöbeln, Versicherungsfragen oder der Rangordnung im Familienrudel...


Meine Meinung:

Hundebesitzer Walter kommt unangekündigt ins Wohnzimmer und erwischt seine Hündin Miss Happy dabei, wie sie mit Alexa spricht. Das Geheimnis der Hunde ist raus - sie können alle sprechen. Tiefschürfenden Gesprächen steht also nichts mehr entgegen, Happy, die jede Menge Dokumentationen schaut, während die Menschen aus dem Haus sind, hat viele Fragen und Ansichten zu absolut allem, schlußendlich ist sie aber doch froh ein Hund zu sein und Walter neidisch auf ebendiesen Zustand.

Beim Thema "sprechendes Tier" kommt natürlich das Känguru eines gewissen Kleinkünstlers als erstes to mind, aber ich finde Miss Happy muss sich hinter dem Beutelbier auf keinen Fall verstecken. Es ist nicht "in your face" lustig, es hat einen sehr subtilen Humor, was ich aber sehr angenehm fand und es war auch sehr gut zu hören, was natürlich auch der guten Sprecherleistung von Ronald Zehrfeld geschuldet war.

Die Kapitel sind nicht aufeinander aufbauend, sondern episodenhaft und die Gespräche erinnern mich an die Kolumne von Axel Hacke, in der er mit seinem Kühlschrank Bosch spricht. Leise, subtil lustig und ein bisschen auch was zum nachdenken.



4 von 5 Sterne


Mittwoch, 6. Februar 2019

[Rezension] Noa C. Walker - Der Klang deiner Liebe



Kurzinfos:

Titel: Der Klang deiner Liebe
Autorin: Noa C. Walker
erschienen im: Tinte & Feder Verlag
Seiten: 344 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 02/19): 9,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Seit sie ihren Verlobten kurz vor der Hochzeit bei einem Autounfall verlor, ist die Musik in Alexandras Herzen verstummt. Nun führt sie eine kleine Pension auf Norderney und zieht mit ihrer Herzenswärme viele Menschen an, die ebenfalls eine schmerzhafte Situation bewältigen müssen.
Als Marc mit seinem Freund Jens in die Pension kommt, beginnt zum ersten Mal seit langem eine zarte Note in Alexandra zu schwingen. Doch Marc trägt ein Geheimnis in sich, das ihn davon abhält, sich anderen Menschen zu öffnen. Als sich die beiden einander endlich annähern, holt die Vergangenheit sie ein. Alexandra muss befürchten, noch einmal einen geliebten Menschen zu verlieren.





Meine Meinung:

Ein Buch über Trauerbewältigung, über Trauernde und über Liebe. Ich hab das Buch gerne gelesen, es war, trotz des schwierigen Themas, nicht traurig, eher im Gegenteil, sehr Lebensbejahend.
Ich mochte die Charaktere, besonders natürlich Alex, deren Herz groß genug für die ganze Welt ist und Lotti, die verrückte, lustige, liebe Nachbarin und Freundin von Alex, die einfach jede Szene besser macht.
Es hat mir Spaß gemacht zusammen mit Alex und Marc die kleine Insel Norderney zu besuchen, die Beschreibungen von Wind und Wetter und von der Landschaft wecken definitiv das Fernweh. Fast kann man die salzige Meerbrise auch bei mir in Oberbayern riechen. Schön.
Die Geschichte war in sich sehr stimmig, die Handlungen der einzelnen Charaktere waren für mich sehr transparent und nachvollziehbar, was ich immer als sehr wichtig erachte, denn nichts irritiert mich beim lesen mehr, als ein Charakter, der etwas tut, was nicht dem Bild entspricht was der Autor oder die Autorin für mich gezeichnet hat.
A propos Bild - ein kleiner Satz zur Sprache der Autorin. Ich fand die Sprache wunderschön, der bildhaft, teilweise fast schon poetisch anmutend. Das hat Spaß gemacht. Chapeaux dafür.
Es gab ein paar kleine Kleinigkeiten, die ich weniger gelungen fand, zum einen hat sich der Mittelteil gezogen. Auf vielen Seiten ist gefühlt wenig passiert und dadurch, dass so viele Charaktere eingeführt wurden, denen auch allen sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, gab es ständig kleine und größere Nebenhandlungen, die oft ein wenig den Schwung aus der Geschichte genommen haben und meiner Meinung in einem Fall auch ein wenig "halbgar" waren und für mich nicht zufriedenstellend zu Ende gebracht wurden.
Insgesamt war es aber trotzdem auf jeden Fall ein nettes Buch für zwischendurch, dass sich leicht in einem Rutsch lesen lässt und eine wunderschöne lebensbejahende Story bietet.


3 von 5 Sterne

Dienstag, 5. Februar 2019

[Rezension] Sara Wolf - Heartless - Der Kuss der Diebin




Kurzinfos:

Titel: Heartless - Der Kuss der Diebin (Heartless #1)
Autorin: Sara Wolf
erschienen im: Ravensburger Verlag
Seiten: 480 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 02/19): 18,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Zera ist mutig, stark und schön – und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Wenn Zera ihre Freiheit zurückwill, muss sie einen unmöglichen Auftrag ausführen: das Herz des Kronprinzen Lucien stehlen. Um nah genug an den Prinzen heranzukommen, tarnt Zera sich als adelige Heiratskandidatin und nimmt an der Brautwahl im Königspalast teil. Der ebenso unverschämte wie attraktive Prinz Lucien hat bisher noch jede Bewerberin um seine Hand abgelehnt, aber gegen seinen Willen fasziniert ihn die selbstbewusste Zera. Als sich zwischen dem Prinzen und der Attentäterin ein knisterndes Katz-und-Maus-Spiel entspinnt, muss Zera sich fragen, ob ihre Gefühle für Lucien wirklich nur gespielt sind – oder ob sie gerade dabei ist, sich in ihr Opfer zu verlieben.



Meine Meinung:

Ich war nicht vorbereitet auf dieses Buch. Wirklich nicht. Ich hab den Klappentext gelesen und dachte mir "die Story ist nicht neu - Mädel verliebt sich in den Typen, den sie eigentlich hasst/bestehlen will/entführen will/töten will, oder wie in diesem Fall, dem sie das Herz herausschneiden will um ihn in einen Sklaven von Hexen zu verwandeln um dementsprechend ihr eigenes Herz von ebendiesen Hexen zurückzubekommen, aber trotzdem könnte es ein nettes kleines Buch für zwischendurch werden."
So hab ich gedacht. Nun, die Story ist zwar nicht neu, aber trotzdem bin ich in diesem Buch versunken und war milde verärgert, als es dann zu Ende war und ich nicht weiterlesen durfte. Nicht weiterlesen konnte, bis nächstes Jahr (was in diesem Falle gleichbedeutend ist mit "in einem Jahr") der zweite Teil erscheint. 
Das was mich am meisten an diesem Buch fasziniert hat, waren die Charaktere, allen voran natürlich Zera. Eine Persönlichkeit, die nach außen hin frech und scharfzüngig ist und keine Angst hat ihre Frau zu stehen. Auf der anderen Seite hadert sie mit sich und ihrem Schicksal, kämpft mit ihren inneren Dämonen (was an dieser Stelle sogar buchstäblich gemeint ist) und versucht trotzdem ein guter Mensch zu sein. In erster Linie für die, die sie gern hat. 
Ich mochte auch Malachite, den liebenswert derben Leibwächter des Prinzen und natürlich Lady Y'shennria (nicht wegen ihres Namens, über den bin ich ständig gestolpert beim lesen :P). Großartige Figuren, denen ich jede ihrer Handlungen abgenommen habe.
Viele Fantasybücher haben heutzutage immer wieder die selben, oder doch zumindest ähnliche Züge an sich, es gibt Vampire und Drachen und Elfen und Feen (wogegen ich nichts habe, ich liebe einen guten Vampirroman), aber Herzlose, das ist neu. Es war zumindest mir neu und das war auch ein Aspekt, den ich mochte an dem Buch, die Welt in die die Story gebettet ist, ist kreativ, andersartig und voller Wunder, überall gibt es etwas vollkommen neues zu entdecken, die Autorin erklärt ihre Welt sehr wenig, was ich großartig finde, so leidet der Storyfluss nicht und ich kann meine eigene Fantasie ein wenig wandern lassen. 
Ich kann überhaupt sehr wenig bemängeln, wenn überhaupt, dann nur dass es sich an manchen Stellen etwas gezogen hat und dass das Buch meinetwegen ein wenig weniger Young Adult Fantasy hätte sein können, besonders was das Ende angeht. Das war minimal enttäuschend, aber es geht ja noch weiter, deswegen lasse ich mich da erst mal nicht von abschrecken.



4,75 von 5 Sterne

Sonntag, 3. Februar 2019

[Rezension] Joachim Meyerhoff - Alle Toten fliegen hoch: Amerika




Kurzinfos:


Titel: Alle Toten fliegen hoch: Amerika (Alle Toten fliegen hoch #1)
Autor: Joachim Meyerhoff
erschienen im: KiWi-Taschenbuch Verlag
Seiten: 336 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 02/19): 10,99€ zum Beispiel bei thalia



Klappentext:


Der äußerst unterhaltsame Aufbruch eines Jungen ins Leben 
Von der ersten Seite an folgt der Leser gebannt Meyerhoffs jugendlichem Helden, der sich aufmacht, einen der begehrten Plätze in einer amerikanischen Gastfamilie zu ergattern. Aber schon beim Auswahlgespräch in Hamburg werden ihm die Unterschiede zu den weltläufigen Großstadt-Jugendlichen schmerzlich bewusst. Konsequent gibt er sich im alles entscheidenden Fragebogen als genügsamer, naturbegeisterter und streng religiöser Kleinstädter aus – und findet sich bald darauf in Laramie, Wyoming, wieder, mit Blick auf die Prärie, Pferde und die Rocky Mountains.Der drohende Kulturschock bleibt erst mal aus, der Stundenplan ist abwechslungsreich, die Basketballsaison steht bevor, doch dann reißt ein Anruf aus der Heimat ihn wieder zurück in seine Familie nach Norddeutschland – und in eine Trauer, der er nur mit einem erneuten Aufbruch nach Amerika begegnen kann. Mit diesem hochgelobten Debüt eröffnet Joachim Meyerhoff eine große Romanreihe.




Meine Meinung:



Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Joachim Meyerhoff vor der Lektüre nicht kannte. Tatsächlich ist er aber ein ziemlich erfolgreicher Schauspieler, der sich vor allem im Theater einen Namen gemacht hat. Mit Alle Toten fliegen hoch und den drei Folgeromanen hat Herr Meyerhoff nun nicht nur irgendeine Geschichte erzählt, sondern SEINE Geschichte. 
Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich eine ganze Weile gebraucht habe um das zu umreißen (irgendwo auf Seite 190 ist es mir langsam gekommen). Vielleicht, weil Alle Toten fliegen hoch nicht wie die Biografien sind, die ich bis dato gelesen habe, wenn man den Fakt außer Acht lässt, DASS es eine Biografie ist, ist es vor allem eine wunderschöne Coming of Age Geschichte. Ich hab geschmunzelt, hab laut aufgelacht und sogar die ein oder andere Träne verdrückt
Die ersten 60-70 Seiten fand ich ein bisschen schwierig in das Buch einzusteigen, aber nach und nach hat es mich wriklich gefesselt und ich hab sehr mit der Hauptperson mitgefiebert.
Besser als ich es erwartet hätte. Empfehlenswert.



4 von 5 Sternen



Samstag, 2. Februar 2019

[Rezension] Louise Bay - Duke of Manhattan




Kurzinfos:


Titel: Duke of Manhattan (Royals Collection #3)
Autorin: Louise Bay
erschienen im: Lyx Verlag
Seiten: 320 Seiten
Broschierte Ausgabe
Preis (Stand 02/19): 12,90€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:


Er ist der Duke of Manhattan - doch eine Frau zwingt ihn in die Knie. Ryder Westbury mag einer britischen Adelsfamilie entstammen, aber sein Königreich ist New York - zumindest noch. Denn wenn er nicht bald heiratet, wird er alles verlieren, was ihm wichtig ist: sein Erbe, seinen Titel und sein Unternehmen. Die Lösung seiner Probleme könnte Scarlett King sein. Die toughe Geschäftsfrau braucht dringend Geld, um ihre Firma zu retten. Und so macht Ryder ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann: Er unterstützt sie finanziell, im Gegenzug wird sie seine Frau. Doch die beiden haben nicht mit der heißen Leidenschaft gerechnet, die zwischen ihnen hochkocht - und aus ihrem Geschäftsdeal schon bald viel mehr macht als geplant.


Meine Meinung:



Hat mir gut gefallen! Mir war vor der Lektüre nicht bewusst, dass es sich um einen Teil einer Reihe handelt, aber, auch wenn es sich hier um den dritten Teil handelt - Das Buch ist hervorragend als Standalone zu lesen.
Die Geschichte ist natürlich nicht besonders einfallsreich und keinesfalls neu, aber der leichte Erzählstil und die liebenswerten Charaktere, besonders Scarlett, waren schön ausgearbeitet, sie hatten Tiefe, Ecken und Kanten und es hat Spaß gemacht sie auf den gut 300 Seiten zu begleiten. 
Die Handlung ist vielleicht ein wenig kurz gekommen, da man gefühlt alle 20 Seiten Sexszenen hat, die zwar auf jeden Fall hot und steamy sind, aber das leider zu Lasten der Handlung. Ich hab das Gefühl, dass das Potential des Buches nicht vollständig ausgeschöpft wurde, das Konfliktpotential war großartig, ich hätte es so gerne gesehen, wenn Frederick, der machthungrige Cousin eine größere Rolle gespielt hätte.

Insgesamt ein sehr heißes Buch das ich sehr gerne gelesen habe, die Story und die Charaktere haben Spaß gemacht. Der Plot ist zwar ausbaufähig und die Prämisse ein wenig uninspiriert, dennoch ein solides drei Sterne Buch mit Tendenz nach oben.


3,5 von 5 Sternen

[Rezension] Hédi Fried - Fragen die mir zum Holocaust gestellt werden

Kurzinfos: Titel: Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden Autorin: Hédi Fried erschienen im: Dumont Verlag Seiten: 160 Seite...