Dienstag, 8. Januar 2019

[Rezension] Marie-Sabine Roger - Das Labyrinth der Wörter




Kurzinfos:

Titel: Das Labyrinth der Wörter
Autorin: Marie-Sabine Roger
erschienen im: dtv Verlagsgesellschaft
Seiten: 272 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 01/19): 9,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust Germain in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette – ob es Liebe ist, kann er jedoch nicht sagen, denn die hat er im Leben noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennen lernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. Die lebenskluge alte Dame ist zudem eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt.



Meine Meinung:

Hat mir gut gefallen. Das Labyrinth der Wörter ist eine kurze, leicht lesbare, leise Geschichte über Germain, der zugegebenermaßen nicht die hellste Kerze auf der Torte ist und die alte, sehr belesene Dame Margueritte, die Freunde werden. Germain hat es nicht immer leicht gehabt im Leben, ist nie gefördert worden, hat keine liebevolle Kindheit erlebt und begegnet mit Margueritte zum ersten Mal einer Person, die ihn annimmt wie er ist und die ihm mit Respekt begegnet. Es ist schön zu lesen, wie Germain über sich hinauswächst, anfängt zu lesen und wie sich Wissensdurst bei ihm bemerkbar macht. Margueritte ist einfach nur entzückend, wie sie sich alle Mühe gibt Germain das lesen schmackhaft zu machen. 
So wie ich das gelesen habe, war Das Labyrinth der Wörter vor allem ein Plädoyer für das Lesen, denn lesen ist für alle und es ist nie zu spät mal ein Buch in die Hand zu nehmen. Ich finde im Übrigen, das dieses Buch von jedem angehendem Lehrer gelesen werden sollte, die Verantwortung die man als solcher hat, ist vielen meiner Meinung nach einfach nicht klar genug.
Ich hab mich ein klein wenig darüber geärgert, dass Germain immer als beschränkt dagestellt wird, denn obwohl seine ildung vielleicht nicht die beste ist - seine Gedankengänge zeigen ganz klar, dass er intelligent ist. Außerdem war es mir auch ein winziges bisschen zu seicht, ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht, vor allem in den Szenen mit Margueritte. 
Insgesamt aber ein sehr charmantes Buch, das mir viel Spaß gemacht hat! Leseempfehlung!



4 von 5 Sternen

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