Sonntag, 28. Oktober 2018

[Rezension] Wildis Streng - Hammeltanz




Kurzinfos:

Titel: Hammeltanz (Hohenlohe Krimi Teil 7)
Auorin: Wildis Streng
erschienen im: Gmeiner Verlag
Seiten: 320 Seiten
Taschenbuch
Preis(Stand: 10/18): 12,00€ zum Beispiel bei amazon 


Klappentext:

Onolzheim ist im Hammeltanz-Fieber, und zunächst verläuft alles friedlich und harmonisch. Doch dann brennt ein Umzugswagen, und nach der Hammeltanz-Zeremonie wird der Büttel ermordet aufgefunden. Das hohenlohisch-westfälische Ermittlerduo Lisa Luft und Heiko Wüst merkt schnell, dass das Mordopfer einigen Dreck am Stecken hatte. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn am Hammeltanz ist kaum jemand das, was er zu sein vorgibt.



Meine Meinung:

Kennt ihr Onolzheim? Oder sagt euch ein Volksfest, das "Hammeltanz" heißt etwas? Ich muss ja beichten, dass ich hier in München schon ziemlich in meiner bayerischen Blase festhänge und ich hatte absolut gar keine Idee, wo Onolheim liegt, oder was zum Teufel ein "Hammeltanz"ist. Aber ich mag Provinzkrimis eigentlich gerne und deswegen hab ich mich auf dieses Buch auch sehr gefreut und man kam auch ohne Vorkenntnisse der regionalen Traditionen sehr gut in die Geschichte hinein, alles wurde sehr gut erklärt und jetzt bin ich die absolute Expertin was den "Hammeltanz" in Onolzheim angeht. Das Setting war mit viel Liebe und detailliert beschrieben und der Gebrauch der örtlichen Mundart (obgleich man da oft zweimal drüberlesen musste um den Sinn zu verstehen) hat das Geschehen noch einmal mehr authentisch gemacht. Sehr sympathisch, den Teil mochte ich sehr gerne.
Der Plot, auf dem wir das Ermittlerduo Lisa Luft und Heiko Wüst begleiten, wie sie den Mord am Büttel des "Hammeltanzes" aufklären. Ich muss sagen - Man muss der Autorin zu gute halten, dass der/die Mörder/in bis fast bis zum Schluss für mich nicht ersichtlich war, es war, beosnders im letzten Drittel sehr spannend geschrieben und der Schluss hatte was sehr nettes. Die Geschichte hat sich sehr flüssig gelesen, der Stil war sehr angenehm und die Charaktere waren durch die Bank weg authentisch. Wo ich dann bei den Charakteren bin - es waren mir fast zu viele verschiedene Leute, die gefühlt alle verdächtig waren, da ist man echt schnell durcheinader gekommen und ich musste immer wieder mal zurückblättern um nochmal nachzulesen wer jetzt wer war. Das hat es ein bisschen anstrengend gemacht für mich. Außerdem muss ich leider sagen, dass sich der Plot besonders in der Mitte doch ein wenig gezogen hat, dadurch dass so viele Personen verdächtigt werden, wird einfach nur ein Verdächtiger nach dem anderen abgefrühstückt, da ist die Spannung leider ein bisschen auf der Strecke geblieben.
Nihctsdestoweniger hab ich das Buch sehr gerne gelesen ud ich würde auch gerne die anderen Teile der Reihe noch lesen :-)


3,5 von 5 Sternen

Freitag, 26. Oktober 2018

[Rezension] Tara Haigh - Das Herz der sieben Inseln




Kurzinfos:

Titel: Das Herz der sieben Inseln
Autorin: Tara Haigh
erschienen im: Tinte & Feder Verlag
Seiten: 492 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 10/18): 9,99€ zum Beispiel bei amazon


Klapptentext:

Spanien 1492: Die junge Laura soll einen abscheulichen Adeligen heiraten oder für immer das Gewand einer Nonne tragen. In ihrer Verzweiflung flieht sie zu ihrer Familie nach Gran Canaria. Bei ihrer Ankunft auf der Kanareninsel erwartet sie jedoch eine böse Überraschung. Laura findet sich in einer Welt des Sklavenhandels, der Inquisition und der unersättlichen spanischen Eroberer wieder. Dort begegnet sie aber auch einem attraktiven Einheimischen, der ihr Leben für immer verändert.
Jana wird in Kürze ein Luxushotel in Mexiko führen. Für die ambitionierte Touristikkauffrau geht damit ein Traum in Erfüllung. Doch dann erreicht sie die Nachricht, dass ihr ein Unbekannter eine Bananenplantage auf Gran Canaria vererbt hat. Wer war der Mann? Und warum kann Jana sich der Faszination des heruntergekommenen Anwesens so wenig entziehen wie dem mysteriösen Fremden, der ihr hilft, die Inschrift eines rätselhaften Amuletts in einer längst vergessenen Sprache zu deuten?
Wider alle Vernunft begibt sie sich auf eine Spurensuche, die sie zu einem dunklen Geheimnis führt, das untrennbar mit dem Leben von Laura, aber auch Janas eigener Bestimmung verknüpft zu sein scheint ...



Meine Meinung:

Ok ganz zu allererst mal, so hab ich das mal im Deutschunterricht gelernt, sag ich mal einen Satz noch zum Formalen, bevor ich mich inhaltlich über Das Herz der sieben Inseln auslasse. Der Text, ich sage hier jetzt mal bewusst Text und nicht Roman - ganz im Sinne von Roland Barthes - das Wort "Text" kommt ja aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie "Gewebe", die Definition find ich hier sehr passend; der Text ist hier aus zwei Erzählsträngen "gewoben" worden. Einer, der im Jahre 1492 die Geschichte der jungen Baskin Laura erzählt, die auf der Insel Gran Canaria landet und dort die Liebe findet und einem, der von Jana handelt, die in der Gegenwart auf den Spuren eben jener Laura wandelt.

Laura ist eine mutige junge Frau, die, was mir sehr imponiert hat, sehr selbstbestimmt durchs Leben schreitet, vor Widrigkeiten nicht zurück schreckt und auch Katastrophen zum Trotz nie den Kopf in den Sand steckt. Die Geschichte von Laura war für mich außergewöhnlich schön, spannend, interessant und tragisch zu lesen. Der Stil der Autorin ist sehr pointiert, mit wenigen Worten versteht sie es den Leser, in dem Fall mich, direkt ins Herz zu treffen. Ich habe mit Laura unter der wechselhaften umtriebigen Schwester Inés gelitten, ich habe mit ihr gelacht, als sie in der Schule eines Missionars in der Rolle der Lehrerin für die indigenen Kinder der Insel aufging, mich mit ihr gefreut als sie sich in Aquil, den Vorarbeiter auf dem Anwesen ihres Vaters verliebte. Dieser Teil der Geschichte ging mir unheimlich nah und das gut recherchierte Setting, die Kanaren zu Zeiten der katholischen Könige in Spanien, zur Zeit Christopher Kolumbus, war sehr authentisch und obwohl ich mich über diesen Zeitabschnitt der spanischen Geschichte gut informiert fühle, auch sehr interessant für mich. Dieser Teil des Textes, dieses Stück Webkunst, ist wahnsinnig schön zu lesen.

Der andere Erzählstrang über die Baskin Jana die, als Touristikkauffrau und Workaholic und mit dem charakterlich platten Marcel zusammen ist, in Mexiko eigentlich ein Hotel aufmachen möchte und dann aber doch auf den Kanaren landet und sich mit dem einheimischen Guide Eloy auf eine Schatzsuche macht, hat mich nicht ganz so abgeholt muss ich ganz ehrlich sagen. Teilweise hat sich die Geschichte hier leicht gezogen, die gelegentlichen Offenbarungen, "göttlichen, oder was auch immer" Eingebungen, die hellsichtige Oma (die ich noch am ehesten durchgehen lasse) waren ein bisschen zu viel, das hats mir unglaubwürdig gemacht. 
Man muss der Autorin zugute halten, dass die Übergänge zwischen den Geschichten immer passend auf einander abgestimmt wurden, aber Jana hat es, im Gegensatz zu Laura, nicht ganz in mein Herz geschafft (Die sitzt irgendwo in Richtung Milz und hat leider die Abzwegung irgendwo verpasst. (Wenn das anatomisch nicht richtig ist, verzeihe mir man bitte. Das war ja nur eine Metapher xD)).

Insgesamt ein schöner historischer Roman für alle die sich gerne von der Spitze des Teide aus den Sonnenuntergang ansehen.


4 von 5 Sternen

Mittwoch, 24. Oktober 2018

[Rezension] Daniel Kehlmann - Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten

Kurzinfos:

Titel: Ruhm. Ein Roman in neun Geschichten
Autor: Daniel Kehlmann
Erschienen im: Rowohlt Verlag
Seiten: 208 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 10/18): 9,99€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen– komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt».


Meine Meinung: 

Das hier war mein erstes Kehlmann-Buch und ich muss sagen - ich kann den Hype um seine Person verstehen. 
In Ruhm gibt es neun Geschichten zu lesen, die sich alle mittel- bzw, unmittelbar mit dem Theam "Ruhm" und "Berühmtheit" beschäftigen. Die Geschichten sind dabei lose miteinander verknüpft, Haupt- und Nebencharaktere finden sich immer wieder. Fand ich sehr schlau gelöst. Dadurch das sich bei den Geschichten nicht nur der Hauptcharakter ändert, sondern auch die Erzählebene (beispiesweise begleiten wir in einer Geschichte einen Schriftsteller, in der nächsten Geschichte finden wir uns in einer der Geschichten ebenjenen Schriftstellers wieder), ist es beizeiten etwas verwirrend, weil man hin und wieder nicht mehr ganz hinersteigt in welcher Ebene man sich momentan befindet. Das ist zwar wie gesagt verwirrend, macht aber irgendwo auch den Reiz des Buches aus. Manchmal muss man sich auch mal in einem Buch verlieren können.
Kehlmann hat zudem einen sehr elaborierten Stil (hervorhebend muss man hier sagen - 9 verschiedene Geschichten und der Stil variiert und passt sich der jeweiligen Story an, sowas cooles hab ich selten gelesen!), sodass es Spaß macht seinen Worten zu folgen, es liest sich recht flüssig und die Kapitel lassen sich perfekt in einer Sbahn-Fahrt lesen. Das perfekte Buch für den Weg in die Uni. 
Hat mir Spaß gemacht das Buch. Empfehlung!

5 von 5 Sternen!


Donnerstag, 18. Oktober 2018

[Rezension] Marc-Uwe Kling - Die Känguru Apokryphen



Kurzinfos:

Titel: Die Känguru Apokryphen 
Autor: Marc-Uwe Kling
Erschienen im: Ulstein Verlag
Seiten: 208 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 10/18): 9€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Sensation, Sensation: Archäologen haben in einem Geheimfach in Marc-Uwes Schreibtisch neue Geschichten vom Känguru und seinem Kleinkünstler gefunden! Dies ist nicht die Fortsetzung der Fortsetzung der Fortsetzung der Känguru-Chroniken. Triologie bleibt Triologie. Aber ein anständiger Kleinkünstler hat natürlich eine Zugabe vorbereitet.
»Die Känguru-Apokryphen« versammeln zum ersten Mal alle weniger bekannten Eskapaden des dynamischen Duos: Episoden, die zwar nicht im allgemein gültigen Hochkanon der »Känguru-Trilogie« vertreten, aber ebenso witzig sind. Geschichten aus Anthologien, Live-Programmen ... und aus besagtem Geheimfach.




Meine Meinung:


Wer kennt sie nicht? Die Känguru Chroniken? Ich erinnere mich noch genau, wie damals meine ehemalige Mitbewohnerin in mein Zimmer gestürmt ist und meinte ich sollte sofort alles stehen und liegen lassen und dann haben wir uns aufs Bett gesetzt und sie hat mir aus den Kanguru Chroniken, dem ersten Teil der Trilogie vorgelesen. Und ich war hin und weg und fix unf foxy. Da hat dann die Liebesbeziehung zwischen mir und dem Känguru begonnen, das kommunistische Känguru, das bei einem Kleinkünstler in Berlin wohnt.
Deswegen war ich auch "over the moon", wie der gemeine Engländer sagen würde, als ich gehört habe, dass es neue Geschichten um und mit meinem Lieblingsbeuteltier geben wird. 
Und ich muss sagen - Die Känguru Apokryphen haben mich nicht enttäuscht. Zwar waren die ein oder andere Geschichte schon aus anderen Veröffentlichungen  bekannt (etwa aus seinem Soloprogramm "Wenn alle Stricke reißen kann man sich nicht mal mehr aufhängen" und den Anthologien "Über Wachen & Schlafen" und "Über Arbeiten & Fertigsein" - alles ebenfalls sehr zu empfehlen!), aber das hat mir nicht den Spaß verdorben. Ganz im Gegenteil - ich kann an dem Punkt nicht dazu raten das Buch in öffentlichen Verkehrsmitteln zu lesen - ich habe laut gelacht (und ich rede hier von Bauchkrämpfen) und Leute haben komisch geschaut xD
Das einzige was mir vielleicht ein winziges bisschen gefehlt hat war der rote Faden zwischen den Geschichten, aber andererseits haben wir hier ja auch Apokryphen, eben Texte, die es nicht in die original Trilogie geschafft haben, deswegen kann man dem Buch das irgenwie auch nicht negativ ankreiden.
Insgesamt allso müssen sich die Apokryphen sich nicht in Anwesenheit ihrer großen Brüder, den Chroniken, dem Manifest und der Offenbarung, auf keinen Fall verstecken, ich habe jede Geschichte wahnsinnig gerne gelesen! Und die Känguru Apokryphen werden von mir auf jeden Fall in die Kategorie: "witzig" gesteckt.
Wer die Känguru Geschichten noch nicht kennt - Shame on you! Lesen!
Es grüßt - die Justizvollzugsbeamtin, Sektion Oberbayern des asozialen Netzwerk


5 von 5 Sternen

Dienstag, 16. Oktober 2018

[Rezension] Antje Babendererde - Wie die Sonne in der Nacht




Kurzinfos:

Titel: Wie die Sonne in der Nacht
Autorin: Antje Babendererde
Erschienen im: Arena Verlag
Seiten: 480 Seiten
Hardcover
Preis (Stand 10/18): 18€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Am Ende ihres Austauschjahres in New Mexico sucht Mara das Abenteuer. Und es fällt ihr buchstäblich vor die Füße: in Gestalt eines verletzten Jungen mit rabenschwarzem Haar, der ohne Gedächtnis ist und ohne Sprache. Einzig an seinen Namen kann er sich erinnern - Kayemo. Gemeinsam brechen die beiden in die Wildnis auf. Sie entdecken geheime Orte der Pueblo-Indianer und Spuren, die in Kayemos Vergangenheit führen. Mit jedem Schritt dringen mehr dunkle Geheimnisse an die Oberfläche. Geheimnisse, die die wachsenden Gefühle zwischen Mara und Kayemo unmöglich zu machen scheinen. Aber längst schlagen die Herzen der beiden füreinander …



Meine Meinung:

Mein Highlight in diesem Buch - ganz klar die ganzen Infos zu den Pueblo Indianern in New Mexico. Bei jeder Zeile ist es klar, wie viel Recherche, die wohl auch nicht einfach war, und wie viel Herzblut in diesen knapp 500 Seiten steckt. Jeder Aspekt der Kultur und der Lebensweise der Indianer ist wunderschön beschrieben und macht Lust darauf sich weiter und über das Buch hinaus zu informieren und mehr zu erfahren (was ich auch getan habe!). 
Die Geschichte selber ist durchgehend spannend und es gibt jede Menge Drama und OMG-Momente! Bis zum Ende war das Ende für mich nicht absolut vorhersehbar und das macht in meinen Augen eine Geschichte zu einer guten Geschichte.
Hier treffen zwei Welten rabiat aufeinander, nämlich die Welt von Kayemo, dem Indianerjungen, der so tief in seiner Kultur verwurzelt ist und für den so viele Aspekte Maras westlicher Lebensweise absolut unverständlich und manchmal auch erschreckend sind. Trotz aller Widrigkeiten und Unterschiede verlieben sich die beiden ineinander und hier fangen meine Probleme mit der Geschichte an. Mara ist mir so unsympathisch wie vorher noch kein Charakter der Autorin und ihr respektloses Verhalten hat mich oft richtig ärgerlich gemacht. Ich verstehe, dass dieser Aspekt ihrer Persönlichkeit dem Leser die Unterschiede zwischen den beiden Charakteren aufzeigen soll, doch finde ich, dass weniger in dem Fall doch mehr gewesen wäre. Zum Ende hin wurde es besser und ich habe mit Mara letzlich meinen Frieden geschlossen, weil ich gesehen habe wie sie gewachsen ist, aber der bittere Nachgeschmack ist geblieben.
Sprachlich ist dieses Buch, genau wie jedes andere Buch der Autorin wieder zauberhaft gelungen. Es liest sich durchgehend flüssig, obwohl es den einen oder anderen Abschnitt gab, in der sich die Handlung ein wenig gezogen hat. 
Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass ich das Buch trotz meiner Vorbehalte Mara gegenüber, gerne gelesen habe, vor allem weil die anderen wichtigen Charaktere, allen voran Kayemo, große Persönlichkeiten waren, im guten wie im schlechten. 

4 von 5 Sternen!


Sonntag, 14. Oktober 2018

[Rezension] Klaus Hessenauer - Unter Gebetsfahnen: Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal




Kurzinfos:

Titel: Unter Gebetsfahnen: Trekking und Reiseerlebnisse in Nepal
Autor: Klaus Hessenauer
Erschienen im: "Books on Demand" Verlag (Selfpublisher)
Taschenbuch
Seiten: 242 Seiten
Preis (Stand 10/18): 14,99€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Kein Reiseführer im klassischen Sinn, eher ein "Reiseverführer" will das vorliegende Buch sein. Nepal ist ein außergewöhnliches Reiseland, nicht nur für Extrembergsteiger, sondern auch für Trekker, Bergwanderer und Kulturreisende. Erleben Sie mit dem Autor die faszinierende Welt des Himalaya, spirituelle Orte und liebenswerte Menschen. Profitieren Sie von den vielfältigen Erfahrungen und Anregungen. Lassen sie sich inspirieren für Ihren eigenen Weg oder für eine virtuelle Reise im Kopfkino 


Meine Meinung:

Nepal - das kleine Land, das von vielen Menschen unbemerkt irgendwo zwischen Indien und China klemmt ist nicht unbedingt das naheliegendste Reiseland für viele. Traurig, denn nicht zuletzt mit diesem Buch beweist Herr Hessenauer, dass Nepal fasziniert. Sehr eindrücklich schildert er Nepalreisen und seine Trekkingabenteuer. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf eine reine Schilderung, sondern streut viele interessante Fakten zu Menschen, Kultur und Land ein. Der Schreibstil ist dabei durchgehend angenehm zu lesen und bleibt dabei immer interessant.
Der Autor malt wunderschöne Bilder von unberührten Berglandschaften, staubigen Straßen, netten Menschen und Gebetsfahnen, die sich im Seewasser spiegeln. Dabei wird nichts beschönigt und auf jeden Fall ein sehr realistisches Nepal beschrieben.
Ein Buch für jeden der sich für Nepal interessiert, für jeden der gerne trekkt und wandert und auch ein Buch für jemanden der von sich dachte, dass er oder sie schon alles weiß was es um Nepal zu wissen gibt. Ein Buch, dass Reiselust macht und einen dazu bringt Resham Firiri zu trällern.



5 von 5 Sternen!


[Rezension] Paul Gallico - Die Liebe der kleinen Mouche



Kurzinfos:

Titel: Die Liebe der kleinen Mouche
Autor: Paul Gallico
Erschienen im: Urbachhaus Verlag
Hardcover 
Seiten: 123 Seiten
Preis (Stand 10/18): 17,90€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Mouche, ein junges Mädchen aus der Bretagne, sieht ihr Leben als gescheitert an - mit erst 22 Jahren. Und so läuft sie durch das nächtliche Paris, das ihre Träume von einer Schauspielkarriere nicht zur Wahrheit werden lassen wollte, und hat nur noch ein Ziel: die Seine. Glücklicherweise führt ihr Weg an einem Jahrmarkt vorbei, wo ein paar Handpuppen sie aus ihrer Bude heraus ansprechen - und noch am selben Abend gehört sie der Truppe an. Die Liebe, die sie von den Handpuppen erfährt und ihnen schenkt, gibt ihr wieder neue Kraft zu leben. Warum aber ist der Puppenspieler, der doch alle seine Figuren führt, selbst nicht in der Lage, ihr gegenüber seine Gefühle zu zeigen?



Meine Meinung:

Ein wahnsinniges Buch. Traurig. Anrührend. Grausam und trotzdem ist "die Liebe der kleinen Mouche" ein wunderschönes Buch, das ich wahnsinnig gerne gelesen habe. Die Liebe,die Mouche den verschiedenen Puppen entgegenbringt, ist so wunderschön beschrieben und genauso wie für die Zuschauer des Puppentheaters, war es auch für mich wahnsinig einnehmend die unschuldige, vertrauensvolle Interaktion zwischen Mädchen und Puppen mitzuverfolgen.
Als Gegensatz dazu - Michel, oder Capitaine Coq, der Puppenspieler eben dieser Mouche so lieben Puppen. Der kriegsgeschädigte, aggressive Chef der Puppentheatertruppe, der wütend auf die ganze Welt ist und auf Mouche allen diesen Hass entläd, sie nachts auf physische und psychische Art und Weise massiv missbraucht und sie am Tag aber durch die Liebe dieser Puppen wieder ganz macht. 
Der Konflikt zeichnet sich also schon ab und ohne viel zu spoilern kann ich aber sagen, dass das Ende dieses Buches absolut perfekt und wunderschön ist.

Und obwohl dieses Buch vielleicht eine falsche Botschaft vermittelt (Frauen sollten unter keinen Umständen bei sie missbrauchenden Männern bleiben!) ist dieses Buch unbedingt ein Highlight dieses Jahr!


5 von 5 Sternen!





[Rezension] Hédi Fried - Fragen die mir zum Holocaust gestellt werden

Kurzinfos: Titel: Fragen, die mir zum Holocaust gestellt werden Autorin: Hédi Fried erschienen im: Dumont Verlag Seiten: 160 Seite...