Sonntag, 16. Juni 2019

[Rezension] Rachel Hawkins - ROYALS Prinz Charming gesucht



Kurzinfos:

Titel: Royals - Prinz Charming gesucht (Royals #1)
Autorin: Rachel Hawkins
erschienen: im cbj Verlag
Seiten: 352 Seiten
brochierte Ausgabe
Preis (Stand 06/19): 15,00€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext

Prinzessinnen kommen in den Himmel. Skandalnudeln überall hin …

Daisy ist alles andere als ins Rampenlicht verliebt. Doch als ihre Schwester Ellie ihre Verlobung mit dem Kronprinzen Alex von Schottland bekannt gibt, ist es vorbei mit der Anonymität. Zur Vorbereitung auf die Hochzeit sollen Daisy und ihre Eltern den Sommer über bei der königlichen Familie verbringen. Schottland ist kalt, das Schloss zugig und Playboy-Prinz Sebastian, Anführer der berüchtigten »Königlichen Chaoten«, macht Daisy das Leben schwer mit uncharmanten Anmachen. Zum Glück gibt es den herablassenden und zugleich irgendwie doch attraktiven Miles, der dafür sorgen soll, dass Daisy das Hofzeremoniell lernt und dabei nicht unter die royalen Räder gerät …


Meine Meinung:

Netter, kleiner Feelgood-Roman für zwischendurch. Daisys Schwester Ellie will den Kronprinz von Schottland heiraten, Daisy steht plötzlich mit im Scheinwerferlicht und Probleme sind vorprogrammiert. 
Ich mochte Daisy. Sie ist eine erfrischend unkonventionelle Protagonistin, redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist und auch nicht so self-centered wie es manch andere Hauptperson wäre. Sie hat ihre Prinzipien, ist lustig, ein wenig sprunghaft und es macht Spaß, die Geschichte aus ihrer Sicht mit ihren Kommentaren zu lesen. Daisys Eltern fand ich übrigens auch grandios, allen voran ihr Vater, den muss man einfach lieben. Ellie selber hatte wohl den größten Stock im Arsch, den die Menschheit jemals gesehen hat, nicht unbedingt meine Lieblingsperson, obwohl sie zum Ende hin nochmal die Kurve bekommen hat.
Insgesamt fand ich es aber schade, dass die anderen Charaktere, wie die anderen "Königlichen Chaoten", Prinzessin Flora und auch Miles nicht genauer beleuchtet wurden, das war mir alles noch zu oberflächlich. 

Die Story selber ist zwar vorhersehbar, ohne größere Plottwists und das Ende war leider etwas mager und enttäuschend, aber es hat sich trotzdem nett gelesen, es war witzig und die Seiten flogen nur so dahin. Daisys Erzählungen werden imer mal wieder von Blogbeiträgen von mehr oder weniger reißerischen Royalwatch-Seiten. Witzige Idee ^^
Es hat Spaß gemacht Prinz Charming gesucht zu lesen, Frau Hawkins kann offensichtlich schreiben und ich denke ich würde auch den Folgeroman lesen!


3 von 5 Sterne




Samstag, 15. Juni 2019

[Rezension] Kevin Kwan - Crazy Rich Asians



Kurzinfos:

Titel: Crazy Rich Asians (Crazy Rich Asians #1)
Autor: Kevin Kwan
erschienen bei: Kein & Aber
Seiten: 576 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 06/19): 20€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Rachel ist überglücklich: Ihr Freund Nick möchte sie endlich seiner Familie in Singapur vorstellen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in Asiens schillerndster Stadt wird Rachel klar, dass Nick aus der obersten Schicht der Superreichen stammt, einem geschlossenen Kreis, der unermessliche Reichtümer besitzt. Plötzlich sieht sie sich konfrontiert mit schrillen Verwandten, glamourösen Nebenbuhlerinnen und Privatjets mit ayurvedischen Yogastudios. Welchen Wert hat Liebe in dieser maßlosen Welt?


Meine Meinung:

Ich hab etwas ganz anderes erwartet wenn ich ganz ehrlich bin. Ich hab mir (nach Lektüre des Klappentextes) ein leichtes ChickLit-Vergnügen vorgestellt, nichts bei dem man sonderlich viel denken muss, sondern eben ein nettes kleines Buch für zwischendurch. Crazy Rich Asians ist aber tatsächlich vor allem eine Sozialstudie will ich fast sagen. Mit wirklich vielen Worten (fast 600 Seiten der Brummer!) wird hier die Welt der Ultrasuperduperreichen Elite des Singapurer Geldadels beleuchtet, dabei sielt die Geschichte von Rachel und Nick zwar keine untergeordnetet, aber doch eher eine nebengeordnete Rolle. Fokus liegt ganz klar auf dem Leben, dem Denken und den Strukturen der super Reichen. Kevin Kwan hat zudem einen sehr amüsanten Schreibstil, die Seiten lesen sich sehr flüssig runter, das kompensiert meistens, dass der Schreibstil genauso auch sehr ausufernd ist. Viele Personen, dazu immer wieder auch Ausdrücke auf Hokkien, Mandarin, Malai und Kantonesisch, zeilenlange Fußnoten... das kann hin und wieder schon verwirrend sein und man muss sich erst ein bisschen in das Buch reinfuchsen, bis man überall mitkommt. Lohnt sich aber, mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht und ich werde auf jeden Fall weiterlesen. Die ein oder andere Frage hätte ich da nämlich noch was Rachel und Nick angeht.


4 von 5 Sterne

Sonntag, 7. April 2019

[Rezension] Karel Čapek - Der Krieg mit den Molchen



Kurzinfos:

Titel: Der Krieg mit den Molchen
Autor: Karel Čapek
erschienen im: Heyne Verlag
Seiten: 299 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 04/10): nur noch gebraucht erhältlich, zum Beispiel bei medimops



Klappentext:

Die brillanteste Satire gegen Fortschritt und Profit 

Kapitän van Toch entdeckt auf den indonesischen Inseln eine seltsame Molchart, die sich zu allerlei Arbeiten abrichten lässt. Manager wittern ein Riesengeschäft, ein gigantisches »Salamandersyndikat« entsteht. Das Molchzeitalter scheint angebrochen. Doch bald sind die Tiere so clever, daß sie den Spieß umdrehen und ihre einstigen Herren bedrohen.


Meine Meinung:

Ich weiß gar nicht wie, oder wo ich hier starten soll, so ein verrücktes Buch! Sowas hab ich tatsächlich noch nie nie gelesen und ich bin wirklich ziemlich verwundert, dass das Buch nicht bekannter ist. Ganz große Satire. 

Der Krieg mit den Molchen startet einigermaßen unauffällig im Stil eines gewöhnlichen Romans, Kapitän von Toch ist im übrigen die vermutlich größte Lisa, der ich bis dato getroffen habe, dieses "denglisch" war wahnsinnig anstrengend zu lesen xD, aber peu à peu hat sich die Dynamik des ganzen Buches doch sehr gewandelt. Auf einmal war es nicht mehr die stringente Erzählung, sondern es wurde wild zwischen allen möglichen Personen und auch in der Zeit herumgesprungen, immer wieder unterbrochen von Zeitungsartikeln, Einträgen aus Fachbüchern und Magazinen. 

Auf der einen Seite ist Der Krieg mit den Molchen mehr als einfach nur witzig - Čapek zeigt keine Gnade - vor niemandem. Er nimmt jedweden Glauben auf die Schippe (inklusive Judentum und den Christen), überhaupt alle Amerikaner, Asiaten und vor allem auch die Europäer, Journalisten, Akademiker - alle bekommen ihr Fett weg.

Auf der anderen Seite ist es aber auch schonungslos und trifft den Nerv der Zeit (Angang der 30er Jahre) sehr akkurat - Molche werden ausgebeutet, als Sklaven gehalten und es werden Versuche an ihnen durchgeführt. Klingt bekannt?

Die Moral von der Geschicht? Menschen sind habgierige Idioten. Passt heute noch genauso gut wie damals. 



5 von 5 Sterne




Dienstag, 2. April 2019

[Rezension] Walter Moers - Der Bücherdrache




Kurzinfos:

Titel: Der Bücherdrache (Zamonien #8)
Autor: Walter Moers
erschienen im: Penguin Verlag
Seiten: 192 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 04/19): 20,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Die Buchlinge sind wieder da!

In den Katakomben von Buchhaim erzählt man sich eine alte Geschichte vom sprachmächtigen Drachen Nathaviel. Angeblich besteht er aus lauter Büchern, die von der mysteriösen Kraft des Orms durchströmt sind. Die Legende besagt, der Bücherdrache habe auf jede Frage die richtige Antwort.

Der Buchling Hildegunst Zwei, benannt nach dem zamonischen Großschriftsteller Hildegunst von Mythenmetz, macht sich eines Tages auf den Weg in den Ormsumpf, wo Nathaviel hausen soll. Dabei wagt er sich in Bereiche der Katakomben, in denen es von Gefahren wie den heimtückischen Bücherjägern nur so wimmelt. Und er ahnt nicht, dass die größte Gefahr, die ihm droht, vom Bücherdrachen selber ausgeht.



Meine Meinung:

Halleluja, ich hab ja nach den doch leider nur so mittelguten letzten zwei Büchern nicht mehr unbedingt dran geglaubt, aber glücklicherweise kann der Herr Moers ja doch noch schreiben. Zwar reicht "der Bücherdrache" immer noch nicht im Entferntesten an die Meisterwerke "Käptn Blaubär" oder gar an "Die Stadt der träumenden Bücher" heran, aber es hat für eine nette, kurzweilige Lektüre gereicht. Der zweite Halleluja-Moment: Das Buch ist wieder vom Meister selbst illustriert. Nichts gegen Lydia Rode, aber die Illustrationen von Moers sind halt einfach ein ganz anderes Level. Ich fand den kleinen Comic am Anfang nett, aber der Verdacht, dass einfach ein paar Seiten geschindet werden sollten liegt nahe, genauso die Leseprobe am Schluss, sollen wohl darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte selber ziemlich schmal bemessen ist. Zu schmal, wenn ihr mich fragt, mir ging das alles viel zu schnell. Die Story hätte absolut Potential für mehr gehabt, von daher umso mehr schade drum.
Überhaupt - ich hab ein bisschen das Gefühl, dass "Weihnachten auf der Lindwurmfeste" und genauso jetzt auch "der Bücherdrache" ein bisschen lieblos hingeklatscht wurden, einfach um irgendwas zu veröffentlichen. Da hätte ich es doch lieber, dass sie uns mal ein bisschen den Lindner machen, verehrter Herr Moers. Lieber nichts veröffentlichen, als Schmarrn veröffentlichen. Lassen Sie sich gerne Zeit mit dem Schloss der träumenden Bücher, ich verspreche, auch wenn es noch ein paar Jahre dauern sollte - ich werde da sein und ich werde es kaufen und lesen. Aber diese halbgaren Sachen brauchts echt nicht.

Jetzt hab ich zwar ein bisschen gemeckert, aber wie ich auch schon in der Einleitung gesagt habe - trotz diverser Unzulänglichkeiten, zu kurz - zu einfach - vorhergehenden Büchern zu ähnlich - war es doch nett und auf jeden Fall besser als "Weihnachten auf der Lindwurmfeste". 
Die Idee mit dem Bücherdrachen war kreativ und schön beschrieben und ich würde wirklich gerne auch noch mehr vom Bund der Ormlinge lesen (was für eine witzige Idee) und die Illustrationen waren zauberhaft. 
Trotzdem - unausgegoren, Geldmacherei (20€ für etwas über 110 Seiten Fließtext, da komm ich mir schon leicht ausgenommen vor) und leich uninspiriert. Schade.



3 von 5 Sterne

Montag, 1. April 2019

[Rezension] szenische Lesung - Michael Eickhorst - Das Monster von Marbles Cove


Kurzinfos:

Titel: Das Monster von Marbles Cove (Lady Bedfort #103)
Autor: Michael Eickhorst
gelesen von: Dennis Rohling
erschienen bei: Greenskull Entertainment
Spieldauer: 2 Stunden 2 Minuten
verfügbar bei Spotify
Preis (Stand: 04/19): 8,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Manchmal ist der vermeintlich beste Freund nichts anderes als ein Psychopath, der einem zum eigenen Lustgewinn eine Scheinfreundschaft vorgaukelt. Und als Meister der Täuschung verstehen diese Menschen es perfekt, ihre Opfer mit jedem weiteren Tag weiter zu destabilisieren. Wenn man dies durchschaut hat und sich von ihnen lossagt, beginnt der Psychoterror meist erst richtig. 
So geschieht es auch Harry Child, einem Freund von Max. Anfangs glaubt er noch, dass alles nur Zufälle sind, aber das perfide Spiel seines ehemals besten Freundes Joshua Corbyn wird von Tag zu Tag beklemmender. Und als Lady Bedfort sich der Sache annimmt, ist es bereits zu spät... 



Meine Meinung:

Erst einmal - Das ist die zweite inszenierte Lesung, die ich mir zu Gemüte geführt habe und auch hier, wie auch bei Episode 102 muss ich wieder sagen, dass die Lesung echt gut gemacht worden ist. Vor allem die Geräusche, die verschiedenen Toneinstellungen - das alles zeigt mir, dass da jemand mit Liebe zum Detail und mit Leidenschaft vor dem Mischpult und dem Mikrofon sitzt. Absolut schön auch gelesen von "Max" aka Dennis Rohling. Hat mir gut gefallen und war absolut gut und einfach zum zuhören.

Zum Fall selber - er ist ein bisschen schwächer als seine zwei Vorgänger, aber immer noch gut. Ich hab das Gefühl, dass die Episoden sich seit dem Medienwechsel immer ein wenig mehr von Lady Bedfort als Mittelpunkt entfernen und der Fokus sehr viel weiter gefasst wird, was wohl auch daran liegt, dass aus der Perspektive von Max erzählt wird. Der innere Kreis - Lady Bedfort und Max, eventuell auch mal Inspektor Miller - bricht immer mehr auf und die ganze Dynamik ist auf einmal eine ganz andere. Ich bin mir noch nicht ganz sicher wie ich das finde - ich schieb das mal noch auf die Bank und schaue wie sich das noch entwickelt ^^
Ich mochte den Fall - vielleicht einfach auch, weil ich einen guten Psychopathen schätze. Joshua Corbyn ist ziemlich abgedreht und abgedrehte Leute sind meines Erachtens immer die interessanteren. Genauso Alistair May (seine Familienverhältnisse - WTF einfach nur xD xD wobei "May" ja auch nicht der Mädchenname von Theresa May ist und sie, nachdem sie ihn angenommen hat auch nie solo war - aber ich nehme an künstlerische Freiheit ist erlaubt, witzig war der Abschnitt auf jeden Fall) - ein richtig toller Charakter, ich bin richtig hyped, dass er in Zukunft wohl auch öfters vorkommt. :D
Soweit zu den Dingen die ich mochte - ich hatte ein winziges Problem mit dem ganzen "Schaut her ich esse kein Fleisch, schaut her ich grille Gemüse" - Part, ich finde das wahnsinnig unsympathisch, wenn Vegies und Veganer ständig darauf hinweisen, dass sie Vegies sind. Und ich mag Max, wirklich, ich hab ihn total lieb, aber in dem Moment dachte ich nur "boah sei einfach ruhig.". 

Insgesamt - ein sehr leiser Fall, der ohne blutigen Mord gut auskommt, ich hab Lady Bedfort ein bisschen vermisst, sie hat sich ein bisschen rar gemacht - hoffentlich geht es ihr bald besser ♥ 



4 von 5 Sterne

Sonntag, 24. März 2019

[Rezension] Veikko Bartel - Mörder




Kurzinfos: 

Titel: Mörder - Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers
Autor: Veikko Bartel
erschienen im: Mosaik Verlag
Seiten: 256 Seiten
gebundene Ausgabe
Preis (Stand 03/19): 18,00€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Wer in gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch »Mörder« zeigt Strafverteidiger Veikko Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert die sechs spektakulärsten Fälle. Er erzählt mitreißend von den Hintergründen, den seelischen Untiefen und den biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Einmal mehr stellt der Autor die Frage nach Gerechtigkeit und beweist mit jeder Geschichte: Kein Krimi ist so spannend wie die Realität. 



Meine Meinung:

Nachdem "Mörderinnen", das erste Werk von Veikko Bartel, ohne einen zweiten Gedanken meinerseits in die Jahreshighlights 2018 einziehen durfte, hab ich mich wahnsinnig auf den zweiten Teil "Mörder" gefreut und hab das ganze Buch sofort in einem Rutsch durchgesuchtet. Veikko Bartel, der lange Zeit als Strafverteidiger in Deutschland gearbeitet hat, erzählt in diesen beiden Büchern, von realen Fällen, von realen Menschen die er verteidigt hat und vor allem "Mörderinnen" ging mir wahnsinnig nahe, hat mich tief getroffen und hochgradig fasziniert (die gesamte Rezension zu "Mörderinnen" könnt ihr *hier* nachlesen). 

Ich hatte also dementsprechend hohe Erwartungen an "Mörder", die zu einem großen Teil auch erfüllt wurden. Ohne Frage, eine gelungene Fortsetzung.
Veikko Bartel erzählt in "Mörder" von sechs (beziehungsweise eigentlich sieben) Mördern, die er verteidigt hat und in deren Fälle er verwickelt war.
Ich sags ganz frei heraus - "Mörderinnen" hat mir besser gefallen, allerdings ist "Mörder" immer noch mehr als einfach nur lesenswert.

In "Mörderinnen" lag der Fokus doch sehr auf dem "warum?", auf der Frage, wieso die vorgestellten Mörderinnen mordeten, was mich oft bis ins Mark traf und auf einer menschlichen Ebene sehr berührte. In "Mörder" verschiebt sich der Fokus ein wenig, zwar wird immer noch einigermaßen ausführlich auf die Hintergründe der einzelnen Mordfälle eingegangen, allerdings liegt das Hauptaugenmerk doch deutlich wo anders. Herr Bartels erzählt hier sehr viel ausführlicher von sich selbst, von seiner Arbeit als Strafverteidiger, von Gerichtssälen und auch, obwohl er sich damit wohl zurückgehalten hat und auch versuchte, Sachverhalte vereinfacht darzustellen, viel von den juristischen Gegebenheiten in Deutschland. Hab ich alles sehr interessant gefunden.

Veikko Bartel ist ohne Frage in seinem Beruf aufgegangen, man merkt ihm seine Leidenschaft auf jeder Seite an und ich liebe es, wenn Menschen von etwas mit Passion reden können, da höre ich immer gerne zu und so bin ich ganz leicht an den Seiten kleben geblieben. In mir ist eine neue Ehrfurcht vor dem Justizapparat und vor allem auch vor Rechtsanwälten entfacht und auch neues Verständnis, denn natürlich hab auch ich mir schon die Frage gestellt "Wie kann man so einen schlimmen Menschen auch noch verteidigen? Wie kann man das mit seinem Gewissen vereinbaren?". Danke also dafür Herr Bartel.

Die Episode in Indien fand ich einigermaßen unterhaltsam. kleine Anmerkung am Rande: Die Sprache heißt "Hindi" und nicht "Hindu". ^^'



4 von 5 Sterne



Freitag, 22. März 2019

[Rezension] Jennifer L. Armentrout - Opposition



Kurzinfos:

Titel: Opposition - Schattenblitz (Lux #5)
Autorin: Jennifer L. Armentrout
erschienen im: Carlsen Verlag
Seiten: 416 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 03/19): 14,99€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Katy kann noch immer nicht glauben, dass Daemon sie verlassen und sich der Armee der Lux angeschlossen hat. Seit deren Invasion ist ein Krieg ausgebrochen, der schon viele Menschenleben gekostet hat. Niemand ist mehr sicher, doch um der schwangeren Beth zu helfen, wagt Katy sich aus dem Haus. Als ihr größter Wunsch in Erfüllung geht und sie Daemon begegnet, scheint dieser jegliche Gefühle für sie verloren zu haben. Katy muss herausfinden, ob noch etwas von dem Daemon, den sie liebt, in ihm steckt – bevor alles verloren ist.



Meine Meinung:

Ich mag Jennifer L. Armentrout. Ich mag sie wirklich und ich liebe ihren Schreibstil. Die Frau kann schreiben, aber Holla the Forestfairy. Es war schon ein bisschen was her, seit ich den vierten Band der Lux-Reihe gelesen hatte, aber ich kam relativ schnell wieder in die Geschichte rein. Ein großartiges Ende für eine Reihe, die mir insgesamt viel Spaß gemacht hat, das Thema war mal was neues, Katy mit ihrer Bücherliebe ist unglaublich liebenswert und ich finds auch großartig, dass das "Mädchen" in der Geschichte mehr als nur einfach ein Mädchen ist. Katy hat Krallen und sie kann sie auch einsetzen! Ich mag sie. Ich mag denke ich auch Daemon, obwohl er mir manchmal zu wenige Kanten hat. Das ganze Buch hindurch sabbert er Katy hinterher und klar, irgendwie ist das süß und alles, aber es war mir tatsächlich zu viel Herzschmerz, ich mag Kitsch, aber irgendwann hat sich das Thema auch ausgelutscht (*höhö*).
Ich liebe Archer und Luc, die sind tolle Charactere, vor allem natürlich Luc, der kam mir viel zu kurz und über ihn würd ich auch nochmal ein ganzes Buch lesen :D

Das Ende an sich war vielleicht ein wenig unspekakulär. Plops - 2 Seiten verblättert und schon ist alles vorbei. Da hatte ich mir irgendwie mehr erhofft, immerhin hat sich die Autorin über 5 Bücher zu diesem Ende geschrieben, da hätte man mehr rausholen können.

Insgesamt und vor allem dank des fesselnden Schreibstils und der tollen Charaktere hab ich aber trotzdem gerne weitergelesen. Ein gutes Buch, aber das Potential ist lang nicht ausgeschöpft. Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt also.


3 von 5 Sternen

[Rezension] Rachel Hawkins - ROYALS Prinz Charming gesucht

Kurzinfos: Titel: Royals - Prinz Charming gesucht (Royals #1) Autorin: Rachel Hawkins erschienen: im cbj Verlag Seiten: 352 Se...