Sonntag, 9. Dezember 2018

[Rezension] Jeaniene Frost - Nachtjägerin


Kurzinfos:

Titel: Nachtjägerin (Die Welt von Cat und Bones Teil 1)
Autorin: Jeaniene Frost
erschienen im: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 416 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 12/18): 8,99€


Klappentext:

Sarkastisch, gefährlich, aber auch unvergleichlich sexy – das sind die Vampire von Jeaniene Frost

Der Vampir Spade ist alt und mächtig, doch seit seine große Liebe starb, ist er nicht mehr bereit, sich zu binden. Bis er Denise MacGregor kennenlernt! Aber die junge Frau hasst Vampire, denn ihr Mann wurde von den Blutsaugern ermordet. Spade ist sofort klar, dass sie für ihn tabu ist. Da bittet Denise ihn um Hilfe. Spade weiß, dass er diese nicht gewähren sollte. Sobald der erste verführerische Tropfen Blut fließt, sind sie beide auf immer verloren. Doch wird er dieser Versuchung widerstehen können?




Meine Meinung:

Nachtjägerin ist ein Spin-Off-Roman zu der Buchserie Nighthuntress von Jeaniene Frost und ich bin ganz ehrlich - keine Ahnung warum ich da so lange einen Bogen drum gemacht habe! Chronologisch setzt das Geschehen hier etwa nach Band 4 ein, daher würd ich empfehlen mindestens schon so weit zu lesen bevor zu diesem Buch hier gegriffen wird. 

Ich hab die gut 400 Seiten in einem Rutsch durchgelesen, die Geschichte von Denise und Spade hat mir echt gut gefallen. Beide werden mir in dem Buch als absolut glaubhafte Charaktere geschildert, die beide mit ihren Dämonen zu kämpfen haben (zuzüglich zu dem richtigen Dämon auch noch mit metaphorischen Dämonen, hihi) und trotzdem schnell auch den Blick füreinander finden. Ich mochte die Liebesgeschichte, sie hat sich glaubwürdig entwickelt, hat der Hauptstoryline nie die Show gestohlen und hat sich sehr organisch in den Plot eingefügt. Me likes!
Ansonsten - ich hab mich gefreut in diesem Buch auch wieder auf alte Bekannte zu treffen - besonders Ian liebe ich ja, er ist einfach großartig! 
Frau Frost hat einen wunderbaren leichten und flüssigen Erzählstil, die Seiten fliegen nur so dahin und es hat Spaß gemacht zu lesen. Das ist die Jeaniene Frost, die ich während der Cat und Bones Serie lieben gelernt habe, grandioser Erzählstil.

Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den Folgeband Rubinroter Schatten, der die Geschichte von Mencheres bereithält! 


4 von 5 Sternen

Mittwoch, 5. Dezember 2018

[Gedanken] Mängelexemplare

                                                                                                   © vanessa.liest



Ich bin ganz ehrlich. Ich hab ein Problem. Ich bin bookaholic und ich kaufe mehr Bücher als es meinem schmalem Studentengeldbeutel gut tut. Ich liebe Bücher. 
Ich höre oft, dass Leute nicht so gerne Mängelexemplare kaufen, eben wegen des Stempels und weil hin und wieder eine kleine Macke drin ist, aber für mich sind Mängelexemplare die Rettung, ich kann Bücher kaufen, muss aber nur halb so viel Geld dafür ausgeben. Großartig, oder nicht? 
Ich muss auch sagen, es macht mir nur wenig, dass es auf dem Schnitt dann diesen Stempel gibt (Protipp: Mit Schmirgelpapier lässt sich der sogar leicht entfernen, bin nur immer zu faul dafür) und im Regal sieht man den ja sowieso nicht. 
Natürlich ist mir nicht egal wie ein Buch aussieht, ich schau mir genau so gerne hübsche Cover an wie jeder andere Mensch auch und ich will Bücher einer Reihe immer im gleichen Ausgabenformat haben, aber der Zustand ist tatsächlich zweitrangig. Solang keine Seiten fehlen bin ich da leidenschaftslos. 
Im übrigen sind Mängelexemplare sowieso meistens, bis auf den Stempel eben,vollkommen in Ordnung :D

Wie seht ihr das? Kauf ihr auch gerne mal ein Mängelexemplar, oder geht das für euch gar nicht?



Hier kaufe ich Mängelexemplare:

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Donnerstag, 29. November 2018

[Rezension] Christopher W. Gortner - Die Herrin des Winterpalasts




Kurzinfos:

Titel: Die Herrin des Winterpalasts
Autor: Christopher W. Gortner
erschienen im: Goldmann Verlag
Seiten: 672 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 11/18): 10,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Kopenhagen 1863: Minnie wächst behütet im Kreise ihrer liebevollen Familie auf. Als ihr Vater den dänischen Thron besteigt, verändert sich das Leben der jungen Prinzessin aber schlagartig. Nun von dynastischer Bedeutung soll Minnie den Romanow Zarewitsch, Thronfolger des fernen und gewaltigen Russischen Kaiserreiches ehelichen. Was als politische Bindung beginnt, entwickelt sich bald zu einer großen Liebe. Die neue Zarin wird vom Volk verehrt, doch die schillernden Romanows sind dem Untergang geweiht. Mit dem zerstörerischen Weltkrieg zieht ein Sturm herauf, der alles zu vernichten droht, was Minnie liebt ... 




Meine Meinung:

Die Romanows - wer hat nicht wenigstens schon mal von ihnen gehört? Die letzte große Zarendynastie vor der Oktoberrevolution 1917 in Russland. Ich hab das Thema immer schon sehr interessant gefunden und hab deswegen richtig Lust auf dieses Buch gehabt! Ich kannte den Autor noch nicht, aber er scheint sich ja schon einen Namen gemacht zu haben bei historischen Romanen. 
Denn darum handelt es sich hier offensichtlich - um einen historischen Roman, wobei Roman vielleicht sogar noch ein bisschen kurz gefasst ist - eigentlich ist es schon fast eine Familiensaga, ein regelrechtes Epos, dass die vormals unbedeutende Prinzessin Dagmar, später Maria Fjodorowna, genannt "Minnie" aus Dänemark über 5 Dekaden dabei begleitet, wie sie erst zur Zarewna wird (zur russischen Kronprinzessin), dann zur Zarin an der Seite von Alexander "Sascha" dem III und dann zur Zarinmutter des russischen Reiches. 
Ich muss sagen, oft sind historische Romane, die sich so sehr an wahre Begebenheiten halten wie dieses Buch (grandios recherchiert!) ein bisschen trocken und es zieht sich auch leicht mal, besonders wenn es doch relativ viele Seiten zu lesen gibt (fast 700 in diesem Fall!), allerdings war ich hier sehr von Die Herrin des Winterpalasts überrascht, der Autor versteht sich wunderbar auf eine sehr angenehme Erzählweise, die Seiten fliegen nur so dahin und dank der sehr bildhaften Sprache muss man selbst auch nie in Russland gewesen sein um in Gedanken in den Winterpalast in Sankt Petersburg zu fliegen. Wunderschön und es macht Spaß zu lesen!

Minnie war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich lese immer gerne über starke Frauen und Minnie ist sicher stark, resolut und obwohl das von einer Frau zu ihrer Zeit nicht gerne gesehen wurde - spricht sie auch ganz klar ihre Meinung aus, was meinen Recherchen zufolge auch dem Charakter der historischen Maria Fjodorowna entsprach.
Mit den Jahren tritt sie immer sicherer auf, führt eine gute Ehe, bekommt viele Kinder und erfreut sich großer Beliebtheit im russischen Volk, obwohl sich die Unruhen, die dann 1917 in der Februarrevolution und später in der Oktoberrevolution und der Ermordung der kaiserlischen Familie gipfelt, schon sehr früh abzeichnen. 

Dadurch, dass sich die Geschichte in einer so großen Zeitspanne abspielt bleibt es nicht aus, dass man immer wieder neuen Personen begegnet, da kann man leicht den Überblick verlieren, daher fand ich den Stammbaum der kaiserlichen Familie, der vorne im Buch abgedruckt ist sehr hilfreich, genauso wie die Karten Russlands und Sankt Petersburgs, die ebenfalls im Buch zu finden sind. Ich liebe es ja, wenn Karten in Büchern abgedruckt werden. 

Das einzige, was ich ein bisschen schwierig fand war die Erzählperspektive. Minnie erzählt hier in der ich-Perspektive und das stört mich ein bisschen, weil ich besonders bei einem historischen Roman auch ein bisschen was von den Begleitumständen mitbekommen möchte. So interessant es auch ist zu lesen wie Minnie auf ihre Schwiegertochter schimpft, man über Hochzeitsausstattungen, Geschmeide und die fehlende Lust der Russen mal richtig durchzuputzen erfährt, ich hätte gerne auch noch mehr von den politischen Hintergründen mitbekommen, die dann den Ausgang des Buches bedingen. Mir ist schon klar, dass das Buch vor allem auf Minnie zentriert ist und sie begleiten möchte und noch mehr Informationen vielleicht den Rahmen gesprengt hätten, aber trotzdem. Das hat mir gefehlt und ich glaube mit der unpersönlicheren Perspektive wäre das besser gelungen. 

Insgesamt ist es aber immernoch eins der besten historischen Romane die ich jemals gelesen habe, überwältigend akkurat was die historischen Abläufe angeht und ein sehr angenehmer Erzählstil. Absolut zu empfehlen.



4 von 5 Sternen

Mittwoch, 21. November 2018

[Rezension] Veikko Bartel - Mörderinnen



Kurzinfos:

Titel: Mörderinnen - Fälle aus der Praxis eines Strafverteidigers
Autor: Veikko Bartel
erschienen im: Mosaik Verlag
Seiten: 240 Seiten
Hardcover
Preis (Stand 11/18): 18,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Warum töten Menschen? Was lässt sie diese letzte Grenze überschreiten? In über 30 Tötungsdelikten hat Veikko Bartel schon vor Gericht verteidigt, in »Mörderinnen« erzählt er die vier spektakulärsten, anrührendsten, grausamsten Fälle: die Kindsmörderin, die Sadistin, die Gattenmörderin, die Giftmörderin. Eindrücklich schildert er die Hintergründe, die hasserfüllten Reaktionen der Öffentlichkeit und die biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Seine Erzählungen stellen die Frage nach Gerechtigkeit und zeigen mit jedem Fall: Die Realität ist spannender als jeder Krimi. 



Meine Meinung:


Grandios. Ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen und jetzt ist es zwar schon 1 Uhr nachts, aber mein Hirn ist so voll und ich habe Mitteilungsbedürfnis, deswegen kommt die Rezension also postwendend.
Ich hab schon Bücher gelesen, die in eine ähnliche Richtung gehen, aber Mörderinnen war doch in vielerlei Hinsicht besonders. Erstmal sind alle vier beschriebenen Fälle hart. Man muss sich immer wieder bewusst machen, dass es sich hier um echte, reale, so wirklich passierte Fälle handelt, was mich nach der Lektüre auch ein bisschen mit einem mulmigen Gefühl zurückgelassen hat.
Zweitens beschränkt sich Herr Bartel nicht einfach nur auf eine reine Schilderung der Begebenheiten, wie manch anderer das vielleicht gemacht hätte, nein, es geht ihm in erster Linie "um den Menschen und nicht um die Tat". Die Frage, die er sich ein ums andere Mal stellt und oft nur unzureichend beantworten kann ist das "Warum?", sind die Hintergründe, die die Angeklagten angetrieben haben könnten. Das macht er aber auf eine sehr nüchterne Art, er bleibt bei jedem Fall sehr unvoreingenommen zeigt nicht vielmehr auf als Fakten, trotzdem hab ich mich dabei erwischt, wie ich mit der ein oder anderen Täterin sympathisierte, besonders mit der Kindsmörderin, dem ersten beschriebenen Fall, obwohl dieser Mord vielleicht schrecklicher war als manch anderer (natürlich sind alle Morde schrecklich, widernatürlich und abstoßend, dass ich in dem Fall Sympathie mit der Mörderin hatte, hat mich am Ende selbst überrascht). Da sieht man mal wieder, dass man nicht immer alles nur schwarz und weiß sehen kann, wie vielleicht der ein oder andere Reporter das gerne mal macht, sondern dass das Gesamtbild oft aus vielen Farben besteht.
Sprachlich hat mich Mörderinnen überrascht, ich hatte mit dem behäbigen Duktus eines Justiziars gerechnet, aber der Stil des Herrn Bartel ist, wenngleich sehr elaboriert und hin und wieder vielleicht ein wenig hochgestochen, doch sehr angenehm und flüssig zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin, es ist auf keinen Fall eins von diesen Büchern wo man ab und an mal nachschaut wie viele Seiten noch bis zum nächsten Kapitel fehlen.

Insgesamt hat mir dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, für meinen Geschmack war es vielleicht sogar noch etwas zu kurz, ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf das Folgewerk "Mörder", welches das männliche Pendant zu diesem Buch bildet. Es kommt im März 2019 raus.



5 von 5 Sternen



[Rezension] Walter Moers - Weihnachten auf der Lindwurmfeste




Kurzinfos:

Titel: Weihnachten auf der Lindwurmfeste: oder: Warum ich Hamoulimepp hasse
Autor: Walter Moers
erschienen im: Penguin Verlag
Seiten: 112 Seiten
Hardcover
Preis (Stand 11/12): 15,00€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:


Als Walter Moers den Briefwechsel zwischen Hildegunst von Mythenmetz und dem Buchhaimer Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer sichtete, stieß er auf einen Brief, in dem der zamonische Autor ein Fest schildert, das Moers frappierend an unser Weihnachtsfest erinnert hat. Die Lindwürmer Zamoniens begehen es alljährlich und nennen es »Hamoulimepp«. Während dieser drei Feiertage steht die Lindwurmfeste ganz im Zeichen der beiden Figuren »Hamouli« und »Mepp«, die unserem Weihnachtsmann und dem Knecht Ruprecht verblüffend ähneln. Außerdem gehören zur Tradition Hamoulimeppwürmer, Hamoulimeppwurmzwerge, ungesundes Essen, ein Bücher-Räumaus, ein feuerloses Feuerwerk und vieles andere mehr. Laut Moers, kein Freund der Weihnachtsfeierei, gibt dieser Brief von Mythenmetz einen profunden Einblick in die Gebräuche einer beliebten zamonischen Daseinsform, der Lindwürmer. Nie war Weihnachten so zamonisch.



Meine Meinung:

Zu allererst einmal - Ich bin der allergrößte Moers-Fan. Ich habe seine Bücher regelmäßig verschlungen, die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär ist eines meiner Lieblingsbücher of all time und ich bin immer wieder begeistert ob der schier unendlichen Fantasie dieses Mannes. Seine Zamonien-Romane sind mit das beste was der deutsche Literaturmarkt jemals hervorgebracht hat. Punkt.
Mit der Einleitung hab ich ja jetzt schon ein dickes fetter ABER provoziert und hier kommt es nun auch: Aber! Aber, Weihnachten auf der Lindwurmfeste war jetzt nicht unbedingt ein Glanzstück lieber Herr Moers. Leider nein, leider gar nicht. Zu allererst muss man sagen - Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist ja nicht einmal ein Roman, oder bessergesagt und angesicht des eher übersichtlichen Volumens, auch keine Novelle. Es gibt keine Handlung, man sucht vergebens nach Spannung, oder nach liebenswerten und verrückten Charakteren (wenn man hier mal vom Meister selbst, Hildegunst von Mythenmetz, absieht), sprich vieles was einen Moers-Roman besonders macht ist hier einfach nicht gegeben.Es handelt sich hier um einen Brief von Mythenmetz den er an seinen Freund den Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer schreibt und in dem er die Gebräuche des Festes Hamoulimepp, welches bei ihm zu Hause auf der Lindwurmfeste gefeiert wird schildert. Hamoulimepp nun, ist ein Fest welches Weihnachten zum verwechseln ähnlich sieht und von Mythenmetz stark verachtet wird, dementsprechend objektiv ist auch seine Schilderung. Hier und da hat der großartige Moers-Witz aufgeblitzt und ich habe mir hin und wieder ein Lächeln nicht verkneifen können, aber am Schluss sitzt man halt doch da und denkt "Ok hm. Das wars jetzt? Wirklich? Da bin ich aber besseres gewohnt von dir Herr Moers. Wo ist dein Orm?"Wer mit dem (großartigen) Werk Ensel und Krete vertraut ist, dem sind die Mythenmetzschen Abschweifungen bekannt. Weihnachten auf der Lindwurmfeste ist genau das. Eine Abschweifung. Allerdings ohne großartigen Text von dem abgeschweift werden könnte. Ein bisschen traurig. 

Illustriert ist Weihnachten auf der Lindwurmfeste genau wie sein Vorgänger Prinzessin Insomnia auch wieder von Lydia Rode. Sie hat hier ohne Zweifel wieder eine bemerkenswert gute Arbeit angeliefert, das Buch ist wunderschön illustriert, allerdings wenn ich ganz ehrlich bin haben mir die Illustrationen von Moers in seinen anderen Werken immer besser gefallen.


2/5 Sternen

Montag, 19. November 2018

[Rezension] Kate Delore - Todesfall und Topfenstrudel



Kurzinfos:

Titel: Todesfall und Topfenstrudel
Autorin: Kate Delore
erschienen im: Latos Verlag
Seiten: 228 Seiten
Taschenbuch
Preis (Stand 11/18): 11,00€ zum Beispiel bei amazon



Klappentext:

Als Mia Häfner ihren Freund tot im Bett findet, ist sie sich sicher: Das war kein Selbstmord - auch wenn Kriminalhauptkommissar Hasselberg, der nur noch seine heimliche Affäre im Kopf hat, ihr gebetsmühlenartig das Gegenteil einreden will. Denn es tauchen immer mehr Leichen auf - für Mia also höchste Zeit, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Was sie jedoch nicht weiß: Jemand hat schon längst ein Auge auf sie geworfen, um den heimtückischen Plan zu vollenden, in dessen Fokus sie mehr steht, als sie ahnt.




Meine Meinung:

Der Tod geht um in Murnau am Staffelsee, das bayrische Städtchen wird von einer gemeinen Todesserie heimgesucht der auch der Freund von Mia anheimfällt (jawohl "anheimfällt"! Ein Herz für Anachronismen der deutschen Sprache ♥). Alles sieht nach Selbstmord aus, aber Mia, die zugroaste Schuhverkäuferin ist sich sicher - das war Mord!
Ich lese ja gerne hin und wieder mal einen Provinzkrimi, lieber noch als jede andere Art Krimi, weil ich da immer das Gefühl habe, da wird noch mit einem Augenzwinkern und Spaß in der Tinte geschrieben. Ich liebe es, wenn Charaktere anfangen im Dialekt zu schimpfen und vor allem wenn ich Abläufe, Lebenseinstellungen und Orte wiedererkenne. 
Todesfall und Topfenstrudel hat mich in der Hinsicht nicht enttäuscht, ein wunderschönes Setting und das bairsch hat sich meistens wunderbar harmonisch gelesen (einmal hab ich gestockt, "Rotzlöffel" ist jetzt nicht unbedingt das Wort das ich benutzen würde um jemanden zu beschimpfen der mich grad massiv bedroht) und vor allem das kleine bairsch-deutsch-Glossar am Anfang fand echt ich nett gemacht (obwohl man sowas ja eigentlich eher ans Ende des Buches packt ^^').
Der Plot selber war verstrickt, war spannend und bis zum Ende für mich nicht vorherzusehen, was mir gut gefallen hat, allerdings und da kommen wir jetzt zu den Dingen die mir nicht ganz so gut gefallen haben - vielleicht ein wenig unausgereift.
Ich hab eigentlich nichts gegen wechselde Perspektiven, aber hier wurde innerhalb von kurzen Absätzen sehr oft die Perspektive gewechselt, sodass ich hin und wieder den Faden verloren habe. Die Charaktere, die sehr zahlreich waren, sind mir alle ein wenig zu kurz gekommen, vor allem bei der Hauptperson Mia, hätte ich mir mehr Screen-Time gewüscht.  Genauso der Kommissar Hasselbeck ging mir ein bisschen unter, ich hätte es schön gefunden, wenn die Hauptpersonen ein wenig mehr im Fokus gestanden hätten, Mia, Kommissar Hasselbeck und vor allem auch Ella, die Zeitungsreporterin waren wunderbare Charaktere, die sicherlich noch viel mehr zu bieten gehabt hätten und ich glaube dem Buch hätten ein paar Seiten mehr gut getan, vor allem weil für mich das Ende auch ziemlich plötzlich kam.
Trotzdem hat mir die Lektüre auf jeden Fall Spaß gemacht und da das Ende des Romans ja eine Fortsetzung impliziert bin ich unbedingt gespannt wie sich Mia, Ella, Kommissar Hasselbeck un Co. in der Zukunft machen werden! Stay tuned :D

3,5 von 5 Sternen

Freitag, 16. November 2018

[Rezension] Mhairi McFarlane - Sowas kann auch nur mir passieren


Kurzinfos:

Titel: Sowas kann auch nur mir passieren
Autorin: Mhairi McFarlane
erschienen im: Droemer-Knaur-Verlag
Seiten: 464 Seiten
Broschierte Ausgabe
Preis (Stand 11/18): 10,99€ zum Beispiel bei amazon


Klappentext:

Wenn in Georginas Leben etwas schief geht, dann wenigstens gründlich: Erst verliert sie ihren Job als Kellnerin, dann erwischt sie ihren Freund Robin im Bett mit einer anderen.
Weil Tränen ihr noch nie geholfen haben, setzt Georgina den untreuen Robin vor die Tür und sucht sich einen neuen Job. Leider ist ihr zukünftiger Boss kein Unbekannter: Lucas war zu Schulzeiten Georginas große Liebe, bis zu jener schrecklichen Party-Nacht, die alles verändert hat…
Als wäre das noch immer nicht genug, macht Robin plötzlich als Stand-up-Comedian Furore – mit Szenen aus Georginas alten Tagebüchern!



Meine Meinung:

Ich sags ganz ehrlich - die Entscheidung dieses Buch zu lesen war dem Cover geschuldet. Zauberschön! Ich weiß ja, man soll ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen, aber wenn wir alle mal ganz ehrlich sind - jeder hat schonmal ein Buch mit nach Hause genommen weil ihm der Einband gefiel. Ich nehm mich da nicht aus - ich bin das größte Verpackungsopfer auf Gottes großer Erde und bin damit auch schon oft böse auf die Nase gefallen. 
Diesesmal allerdings hab ich Glück gehabt, Sowas kann auch nur mir passieren hat mich bestens unterhalten. Ich muss ja sagen, diese RomComs, oder ChickLit, wie man neudeutsch auch gerne mal sagt, ist ein kleines Guilty Pleasure von mir, beziehungsweise "guilty" ist in dem Zusammenhang vielleicht nicht unbedingt das richtige Wort, ich bin ganz offen eine große Anhängerin der seichten Unterhaltung.


In dieser Geschichte begleiten wir die 30-jährige Georgina durch ihr Leben - eine Kellnerin in den besten Jahren, die erst vom Job im schlechtesten Restaurant der ganzen Stadt gefeuert wird, dann ihren Freund inflagranti erwischt, ungelöste Probleme mit der Mutter, der Schwester und dem toten Vater, nicht zu vergessen den Exfreund aus Highschool-Tagen der plötzlich ihr neuer Chef ist und sich nicht mehr an sie erinnern zu scheint. Um damit jetzt mal nur einige der zahlreichen offenen Baustellen im Leben von Georgina anzusprechen. 
Ich mochte Georgina, sie ist witzig, originell, wahnsinnig authentisch und ich habe mit ihr gelacht und gelitten. Es war schön eine Protagonistin kennenzulernen, vor der ich Achtung haben kann, die mir nicht konstruiert vorkommt, sondern die ohne Anstrengung über die Seiten hinweg mein Herz erobern konnte.
Die Autorin schafft es konsistent abzuliefern, sie hat einen wunderbar mühelosen Stil, der Lesefluss war zu jeder Zeit gegeben, in den lustig leichten, genauso wie in den ernsteren Passagen.
Die Thematik, die Handlung und auch die Liebesgeschichte, das war für mich alles nachvollziehbar und glaubwürdig, das hat man nun ja auch nicht mehr in jeder Geschichte, das war was besonderes, das hat mir sehr gut gefallen.
Den einzigen kleinen Abstrich den ich machen muss wäre vielleicht die Liebesgeschichte, die kommt mir ein bisschen zu kurz, nimmt erst im letzten Drittel richtig Fahrt auf und dümpelt zu lange vor sich hin, da hätte ich mir ein klein wenig mehr erwartet um ehrlich zu sein.


Insgesamt war Sowas kann auch nur mir passieren aber ein tolles Buch für zwischendurch, dass vor allem Spaß macht. Das war vielleicht das erste, aber sicher nicht das letzte Buch das ich von Mhairi McFarlane gelesen habe!


4 von 5 Sterne!

[Rezension] Jeaniene Frost - Nachtjägerin

Kurzinfos: Titel: Nachtjägerin (Die Welt von Cat und Bones Teil 1) Autorin: Jeaniene Frost erschienen im: Blanvalet Taschenbuch Ve...